In der Windel zur Wahlurne? Juso-Chefin fordert Wahlrecht ab 0 Jahren

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UEKERMANN
"Das Wahlalter auf null festlegen", fordert Johanna Uekermann | dpa
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  • Jeder Bundesbürger darf ab 18 wählen
  • Schon seit längerem gibt es die Debatte, das Wahlalter beispielsweise auf 16 herabzusetzen
  • Das geht der Vorsitzenden der SPD-Nachwuchsorganisation nicht weit genug

Die Juso-Vorsitzende Johanna Uekermann hat sich für ein Wahlrecht prinzipiell ab der Geburt ausgesprochen. Jeder, der unter 18 Jahre alt sei, solle dann wählen können, wenn er sich für die Wahlen registriere, schlug sie in der Tageszeitung "Neues Deutschland" vor.

"Der Weg zum allgemeinen Wahlrecht war lang. Wir sollten ihn jetzt zu Ende gehen, die Diskriminierung von Kindern und Jugendlichen beenden und das Wahlalter auf null festlegen", schrieb die Vorsitzende der SPD-Nachwuchsorganisation in einem Gastbeitrag.

Ein Familienwahlrecht, bei dem Eltern treuhänderisch für ihre Kinder abstimmen können, lehnte Uekermann ab. Dies würde zum einen das elementare Demokratieprinzip des gleichen Stimmgewichts für jeden Wähler unterwandern. "Es wäre vor allem kein Beitrag, um die Selbstbestimmung von Kindern und Jugendlichen zu stärken."

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(ame)