POLITIK
24/03/2017 16:59 CET | Aktualisiert 24/03/2017 17:00 CET

YouGov-Umfrage: Mehrheit erwartet noch keine konkreten Wahlprogramm-Inhalte von Merkel und Schulz

TOBIAS SCHWARZ via Getty Images
Die beiden wurden von ihren Parteien ins Rennen um das Kanzleramt geschickt: Martin Schulz (SPD) und Angela Merkel (CDU)

  • Union und SPD werfen sich gegenseitig einen inhaltslosen Wahlkampf vor

  • Den Deutschen ist das - noch - egal, zeigt eine exklusive YouGov-Umfrage.

Als die Sozialdemokraten Martin Schulz mit sagenhaften 100 Prozent zu ihrem Parteichef machten, ging die Union in die Offensive.

Schulz sei vor allem "100 Prozent unkonkret", schimpfte CDU-Generalsekretär Peter Tauber. Denn Schulz hat bislang kaum Details zu seinem Programm verraten. Umgekehrt ist das übrigens nicht anders: Auch Angela Merkel macht ein Geheimnis daraus, welche konkreten Inhalte die Wähler von der Union erwarten können.

Mehrheit erwartet noch keine konkreten Inhalte von Schulz und Merkel

Und so werfen sich Union und SPD gegenseitig einen inhaltslosen Wahlkampf vor. Der Mehrheit der Deutschen ist das - noch - egal, ergab eine repräsentative YouGov-Umfrage im Auftrag der Huffington Post unter 1030 Personen.

Auf die Frage "Stört es Sie, dass der Kanzlerkandidat der SPD noch kein konkretes Wahlprogramm hat?" antworteten 29 Prozent, dies störe sie "überhaupt nicht". 23 Prozent sagten, es störe sie "eher nicht".

Ähnlich geduldig schauen die Wähler auf die Union. Dass Kanzlerin Merkel noch keine konkreten Inhalte verriet, störte 30 Prozent "überhaupt nicht" und 24 Prozent eher nicht.

Dass die Geduld der Wähler schon bald am Ende sein könnte, zeigen andere Zahlen. Denn das Wahlprogramm ist den Deutschen immer noch wichtiger als der Spitzenkandidat.

Nur 14 Prozent machen ihre Wahlentscheidung vom Spitzenkandidaten abhängig

Auf die Frage: "Was ist Ihnen bei der Wahlentscheidung für die verschiedenen Parteien grundsätzlich wichtiger?" antworteten nur 14 Prozent, dass "vor allem" oder "eher" der Spitzenkandidat den Ausschlag gebe.

44 Prozent hingegen gaben an, dass es ihnen "vor allem" oder "eher" auf das Wahlprogramm ankomme. Und für 32 Prozent ist beides gleichwichtig.

Wer im September die Wahl gewinnt, entscheiden also wohl am Ende doch die Inhalte.

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(ben)