Studie: Mit dieser einfachen Methode können Eltern das Leben ihres Kindes langfristig verändern

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"Kinder, denen regelmäßig vorgelesen wird, haben einen Vorteil", sagen Experten | iStock
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Kinder, denen Eltern oder Erzieher regelmäßig vorlesen, sind besser in der Schule. Das wissen Forscher schon lange. Auch haben sie eine Vielzahl an Erklärungen dafür. Nun haben Psychologen jedoch herausgefunden: Hilfreich ist Vorlesen auch deshalb, weil Kinder sich so mit Buchstaben vertraut machen.

Beim gemeinsamen Lesen lernen Kindergartenkinder die Buchstaben kennen und profitieren davon langfristig. So begreifen sie, dass Buchstaben eine wichtige Rolle spielen, um später lesen und schreiben zu lernen.

Dies berichten Psychologen der Technischen Universität Kaiserslautern im Fachmagazin “Frontiers in Psychology”. Zum anderen entwickelten die Kinder beim gemeinsamen Lesen mit Eltern oder Erziehern einen reicheren Wortschatz.

Die Forscher untersuchten vier Gruppen von Kindergartenkindern

Die Forscher untersuchten vier Gruppen von Kindergartenkindern. Die erste Gruppe benutzte eine eigens eingerichtete Leihbibliothek, aus der sich die Kinder Bücher zum Vorlesen mit nach Hause nehmen konnten.

Die Kinder der zweiten Gruppe lasen mit ihren Erziehern in einer Technik, bei der die Kinder zur Interaktion ermutigt werden.

Für die dritte Gruppe führten die Forscher beide Maßnahmen ein. In Gruppe vier veränderten die Experten nichts.

Bei den ersten drei Gruppen konnten die Kinder im Laufe der Studie ihren Wortschatz deutlich vergrößern. Außerdem konnten die Kinder Buchstaben besser von buchstabenähnlichen Zeichen unterscheiden.

"Kinder, denen regelmäßig vorgelesen wird, haben von Beginn an einen Vorteil"

Kinder, die schon vor Schulbeginn in Berührung mit Schrift kommen, profitieren davon langfristig. Sie könnten so erste Fertigkeiten und ein besseres Verständnis aufbauen, erklärte Mit-Autor Thomas Lachmann, Professor für Kognitive und Entwicklungspsychologie in Kaiserslautern.

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"Kinder, denen im Vorschulalter regelmäßig individuell vorgelesen wird, haben deshalb von Beginn an einen Vorteil", sagte er. Das gelte nicht nur für Kinder, die angeleitet werden, sondern auch für diejenigen, denen individuell vorgelesen wird.

Kinder können ohne großen Kostenaufwand gefördert werden

"Ohne die Buchstaben unbedingt nennen zu können, entwickeln die Kinder eine Bewusstsein für die Form und die Rolle von Buchstaben", erklärt Mit-Autorin Patricia Wesseling.

Die Bücherei zeige, dass mit geringen Kosten die Sprach- und Schriftsprachentwicklung der Kinder gefördert werden könne, sagte Wesseling.

Die Kita-eigene Leihbücherei sei sowohl von Kindern als auch Eltern gut angenommen worden. Die wöchentliche Ausleihe schien außerdem das generelle Interesse der Kinder an Büchern zu stärken.

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(mm)