"Mass Effect: Andromeda": Deshalb lohnt sich das Rollenspiel-Epos

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Unbekannte Welten: Die fremdartigen Planeten sind eine Stärke von

Für viele Rollenspielfans sind die Games der "Mass Effect"-Reihe absoluter Kult. Mit "Mass Effect: Andromeda" lassen Entwickler BioWare und Publisher Electronic Arts die ursprüngliche Trilogie hinter sich und schicken Fans auf ein frisches Sci-Fi-Abenteuer in einer komplett neuen Galaxie. Doch lohnt sich die Reise überhaupt, wenn "Andromeda" am 23. März offiziell für PC, PlayStation 4 und Xbox One erscheint?

Spieler verlassen in dem neuen Action-Rollenspiel die bekannten Breitengrade der Milchstraße und erkunden die Andromeda-Galaxie, in der sie auf zahlreiche unbekannte Planeten, neuartige Fauna und natürlich auch auf viele Aliens stoßen. Auf der Suche nach einem neuen Heimatplaneten kommt es allerdings zu Problemen, denn bei weitem nicht jeder sieht die Ankunft der Menschen gerne.

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"Eine willkommene Rückkehr"

Die meisten Publikationen scheinen sich leider einig zu sein, dass "Mass Effect: Andromeda" nicht der Knaller geworden ist, den sich viele Fans zuvor erwartet hatten. Neben allerhand Kritik gibt es aber auch deutliches Lob. "Forbes" vergleicht "Andromeda" in seiner Überschrift zwar mit dem im Sommer 2016 sehnlichst erwarteten, dann aber bei vielen Fans gefloppten "No Man's Sky", vergibt allerdings sehr gute 8,5 von 10 möglichen Punkten. So wird unter anderem das spaßige Kampfsystem gelobt, die Story könne aber nicht mit den ursprünglichen Spielen mithalten. "Trotz seiner Probleme ist 'Andromeda' eine willkommene Rückkehr in eines meiner liebsten fiktionalen Universen", lautet das Fazit.

"IGN" sieht dies ähnlich und vergibt 7,7 Punkte. Zwar sei "Andromeda" ein weitläufiges und spaßiges Action-Rollenspiel, das Game schaffe es aber nicht an die Brillanz der Reihe anzuknüpfen. "Gamespot" lobt unter anderem ebenfalls das mitreißende Kampfsystem und "atemberaubende Welten, die entdeckt und erkundet werden", spricht gleichzeitig aber auch an, dass manche Charaktere und Dialoge zu hölzern daher kämen und es zu viele Standardquests zu erledigen gebe.

Zwar werden auch immer wieder schwache Gesichtsanimationen bei vielen Medien angesprochen, so schlimm wie die Sache in vor wenigen Tagen aufgekommene Memes wirkt, ist die Angelegenheit aber offensichtlich bei weitem nicht. "Game Informer" merkt ebenfalls technische Probleme an und erwähnt mitunter "eine Handvoll bizarrer Animationen und visueller Glitches", 8 von 10 mögliche Punkte sprechen aber für sich. Auch hier lautet das Fazit, dass "Andromeda" für sich genommen Spaß macht und das Spielen sich lohnt, Fans sich aber sicher mehr erhofft hatten.

Auch "Kotaku" spricht im gleichen Ton: "Die Wahrheit ist, dass 'Andromeda' nicht das gelobte Land ist, das sich Spieler erhofft hatten, aber es gibt viel Gutes zu finden." Oft biete das Game in seiner großen Spielwelt einfach zu viele Möglichkeiten, sodass der Blick fürs Wichtige durchaus einmal verloren gehen könne. Auch die deutsche Gaming-Presse bestätigt viele der bereits erwähnten Punkte. "GamePro" vergibt 87 von 100 möglichen Punkten und urteilt: Das Spiel "ist ein gigantisches Sci-Fi-Epos und mutiger Serien-Neuanfang, ohne allerdings die Magie der Vorgänger zu erreichen."

Das Fazit

Wer auf Rollenspiele mit Sci-Fi-Setting steht, tut demnach also durchaus gut daran, "Andromeda" eine Chance zu geben. Selbst wenn im Internet derzeit vielerorts durch Memes oder YouTube-Videos ein anderer Eindruck erweckt wird. Auch wenn das Spiel seine Probleme hat, ist es doch bei weitem kein schlechtes Game. Geboten wird neben vielen Spielstunden in der Einzelspieler-Geschichte auch ein Koop-Multiplayer-Modus, der laut "Forbes" ebenfalls "ziemlich spaßig" sein soll. Außerdem lockt "Andromeda" mit vielen kleineren Boni. In der englischen Sprachversion wird beispielsweise einer der Charaktere von "Game of Thrones"-Star Natalie Dormer (Margaery Tyrell) gesprochen.

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