Ukraine verbietet Russland ESC-Kandidatin die Einreise

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In Kiew darf Julia Samoilowa nicht auftreten | DPA
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  • Russlands ESC-Kandidatin Julia Samoilowa darf nicht in die Ukraine einreisen - und damit nicht am ESC teilnehmen
  • Der Grund: Mit einem Auftritt auf der Krim habe sie gegen Gesetze verstoßen, sagt der Geheimdienst

Der ukrainische Geheimdienst SBU hat der russischen ESC-Teilnehmerin Julia Samoilowa die Einreise verboten. Dadurch kann die Sängerin nicht beim Eurovision Song Contest (ESC) Mitte Mai in Kiew auftreten.

Sie dürfe für drei Jahre nicht in die Ukraine einreisen, sagte Geheimdienstsprecherin Jelena Gitljanskaja der Agentur Interfax zufolge am Mittwoch. Die Entscheidung sei aufgrund früherer Verstößen gegen ukrainische Gesetze getroffen worden.

Ukraine: Samoilowa trat illegal auf der Krim auf

Anlass ist ein aus ukrainischer Sicht illegaler Auftritt der im Rollstuhl sitzenden Sängerin auf der Halbinsel Krim, die Russland 2014 annektiert hatte. Denn: Besuche von Ausländern benötigen aus ukrainischer Sicht eine Erlaubnis der Behörden in Kiew. Verstöße werden mit Einreiseverboten geahndet.

Die European Broadcasting Union (EBU) wird die Entscheidung der Ukraine wohl akzeptieren. Das hatte die Organisation bereits zuvor betont: "Wir achten die Gesetze der Ukraine, doch sehen wir keinerlei Verstöße seitens der russischen Delegation", sagte der Exekutivdirektor des ESC, Jon Ola Sand. Man hoffe auf eine optimale Lösung für alle Beteiligten.

Der ESC findet Mitte Mai in der ukrainischen Hauptstadt Kiew statt.

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(ks)

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