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22/03/2017 16:53 CET | Aktualisiert 23/03/2017 08:22 CET

Wieso das neue iPhone die Welt genauso revolutionieren könnte wie das erste iPhone

Eva-Katalin via Getty Images
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Noch ein halbes Jahr, dann hat das Warten für die Apple-Fans endlich ein Ende: Im Herbst soll das iPhone 8 kommen. Und den Smartphone-Markt revolutionieren.

Aber die Smartphone-Welt ist nicht genug. Das neueste Flaggschiff des Tech-Pioniers aus Cupertino hat, wenn die Gerüchte wahr sind, das Zeug, die Welt zu revolutionieren. Ähnlich wie das erste iPhone vor zehn Jahren.

Und die Revolution heißt Augmented Reality, AR. Anerkannte Apple-Analysten sind sich mittlerweile einig, dass AR das Fundament des neuen iPhones darstellen wird. Und dass das Smartphone damit zu einem Paradigmenwechsel in der Computing-Industrie führen wird.

Was ist Augmented Reality?

Unter AR versteht man die erweiterte Realität. Sie erweitert unsere menschliche Realität zum Beispiel durch Bilder, Videos oder Textbausteine, die von Computern generiert werden. Es geht also um die Erweiterung der Realität durch virtuelle Realität.

Für AR sind sowohl Hardware-Voraussetzungen, wie eine spezielle Kamera sowie auch entsprechende Software und Tracking-Devices nötig. Außerdem ist eine Interaktion in Echtzeit vorausgesetzt. Das heißt, dass die virtuellen Bausteine sich live über die Realität legen. Außerdem sind die Elemente zueinander in einem dreidimensionalen Bezug.

Für einen großen AR-Boom hatte im Sommer 2016 das Smartphone-Spiel “Pokemon Go” gesorgt. Für das Spiel muss der Spieler kleine animierte Monster, die Pokemon, fangen, denen er auf der Straße begegnet.

Was ist das Revolutionäre an Augmented Reality?

Apple-Analyst Gene Munster ist der Meinung, dass AR langfristig die Grundlage für die Kommunikation zwischen Mensch und Maschine sein wird. Und das für die gesamte Tech-Welt.

Auch der Augmented- und Virtual-Reality-Experte Robert Scoble glaubt daran, dass AR die vierte Revolution der Mensch-Computer-Interaktion sein wird.

Bekannt aber gleichzeitig auch verrufen wurde AR durch Googles Datenbrille Google Glass. Die Brille, deren Produktion mittlerweile auf Eis liegt, war als Datenkrake verschrien. Trotzdem hat das Gerät gezeigt, wie sehr AR unseren Alltag erleichtern kann. Zum Beispiel beim Navigieren - und das nicht nur auf der Straße, sondern auch in der Industrie, in einem großen Lager etwa.

Natürlich kann so ein AR-Gerät nicht nur Karten-Informationen übertragen. Sondern alle Informationen, die zu einem bestimmten Standort online verfügbar - und von Interesse - sind.

Die praktischen Anwendungen von AR in Alltag und im Beruf sind fast unendlich. Sei es der Architekt, der dem Kunden seinen Plan visualisieren möchte oder ein Museum, das seinen Besuchern zusätzliche Informationen zu den Ausstellungsstücken vermitteln will.

Bei neuesten AR-Geräten wie der Datenbrille HoloLens von Microsoft lassen sich die virtuellen Elemente mit Hilfe von Bewegungssensoren im Gerät auch in der realen Umgebung platzieren und verschieben.

Welche Rolle spielen Apple und das neue iPhone?

Apple-Chef Tim Cook hat mehr als einmal betont, das AR für ihn die Technologie der Zukunft ist. Cook zieht AR der Virtual Reality vor. Denn Augmented Reality “umschließe” eine Person nicht komplett, mache es aber trotzdem möglich, virtuelle Inhalte zu konsumieren und zu manipulieren. Außerdem, Cook ist Geschäftsmann, sei AR kommerziell weitaus interessanter.

Cook selbst wagt sogar den Wahnsinnsvergleich: “Ich sehe AR als eine genauso große Idee wie das Smartphone”, sagte er im Februar bei einem Gespräch mit der britischen Zeitung “Independant”. Seiner Meinung nach verbessere die Technologie das Leben vieler - und habe außerdem einen großen Entertainment-Faktor.

Er betrachtet die Technologie nicht als Produkt, sondern als Kerntechnologie, wie den Prozessor. Und genau hier kommt das iPhone ins Spiel.

Denn, da sind sich mittlerweile alle Experten einig: Apple wird in diesem Jahr einen großen Vorstoß in Richtung AR machen. Das Kernelement wird dabei die Kamera des neuen iPhone sein. Bei der wurde nachträglich die Tiefenebene angepasst, was die Darstellung virtueller Elemente im realen Raum ermöglicht. Außerdem erlaubt sie die Manipulation und Isolation einzelner Bild-Elemete. So können Teile von Fotos mit virtuellen Zusätzen ausgestattet oder auch Details in einem Bild verschoben und gedreht werden.

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Zusätzlich verdichten sich die Gerüchte, dass Apple in diesem Jahr eine zusammen mit Carl Zeiss entwickelte AR-Brille vorstellen wird. Rechenzentrale der Brille soll das iPhone sein.

In den vergangenen Monaten hat Apple mehrere auf AR spezialisierte Unternehmen gekauft, zahlreiche Entwickler in dem Bereich eingestellt, um das Thema voranzutreiben.

Wieso könnte Augmented Reality jetzt der Durchbruch gelingen?

Eigentlich ist AR eine vergleichsweise alte Technologie - der der endgültige Durchbruch aber bis heute noch nicht gelingen konnte.

Der Grund: Es fehlt ein gutes erschwingliches Gerät. Die Google Glass war als Spion verschrien, das Vertrauen in ihre Träger gering. Die Menschen hatten sofort Angst, die Brille würde sie filmen. Microsofts HoloLens ist zwar technologisch beeindruckend, aber für den Normalverbraucher viel zu teuer und ohnehin nur auf Einladung zu haben.

Das iPhone ist mittlerweile aber massentauglich. Und hat den Pluspunkt, dass der Besitzer kein komisches Gestell im Gesicht tragen muss, um in den Genuss der Vorteile vermischter Realität zu kommen.

Apple hat weder die grafische Benutzeroberfläche noch das internetfähige Mobiltelefon erfunden. Aber der Tech-Pionier hat es erst möglich gemacht, dass wir uns ein Leben ohne die Technologien nicht mehr vorstellen können. Und damit unsere Welt revolutioniert. Es spricht vieles dafür, dass eine neue Revolution in Cupertino schon in den Startlöchern steht.

Mehr zum Thema: Apple bietet überraschend ein neues iPhone an - das Beste daran ist aber nicht die Technik

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(ben)