Was wir essen, entscheidet über die Zukunft unserer Umwelt

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Von der Farm auf den Teller…

Kein Fleisch. Keine Milchprodukte. Kein Problem. Über Jahre haben die Vereinten Nationen an die Menschen appelliert, auf Fleisch und Milch zu verzichten – um den Planeten zu retten. Für Fleischfreunde und Milchenthusiasten ist das aber längst nicht so einfach.
In der Zeit des immer stärkeren Bevölkerungswachstums, des Klimawandels und der Ausbeutung der Natur brauchen wir neue Lösungen. Eine davon: neue Methoden in der Landwirtschaft. Einer Erhebung des Food Ethics Council zufolge ist sie für 30 Prozent des weltweiten Ausstoßes von Treibhausgasen verantwortlich. Der größte Anteil entfällt auf die Erzeugung von Rindfleisch (41 Prozent) und Kuhmilch (19 Prozent). Ebenfalls große Auswirkungen haben laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen die Herstellung von Tierfutter, Verdauungsgase von Wiederkäuern und Kompostgase.
Doch es geht es nicht nur um die Tiere. Der Bodenertrag wächst von Jahr zu Jahr langsamer, vor allem in der Weizenproduktion. Daher ist unklar, ob die Lebensmittelproduktion mit dem Bedarf Schritt halten kann.
Die große Frage lautet: Wie schaffen wir es, auf nachhaltige Art eine Weltbevölkerung zu ernähren, die bis zum Jahr 2050 auf neun Milliarden anwachsen könnte? Wissenschaftler haben berechnet, dass dann 70 bis 100 Prozent mehr Nahrung benötigt werden.

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Dass die Fleischproduktion einen hohen CO2-Ausstoß verursacht, ist bekannt. Im Durchschnitt isst jeder Erdenbürger laut einer OECD-Studie 35 Kilo Fleisch im Jahr. Durch das Bevölkerungswachstum lässt sich nicht immer mehr Boden als Farmland nutzen.
Doch es gibt Lösungen: Mit der sogenannten vertikalen Landwirtschaft lässt sich der Boden einem Hochhaus gleich auf mehreren Ebenen nutzen. Die erste kommerzielle „Vertikal-Farm“ wurde 2012 in Singapur erbaut. Darin kann ganzjährig Blattgemüse angebaut werden.
Europa folgt dem Beispiel: Die Initiative Growing Underground hat einen Bombenbunker aus Zeiten des Zweiten Weltkriegs in eine Hydrokulturfarm verwandelt und pflanzt dort essbare Pflanzen an.
Zudem läuft die Forschung an Alternativen für jene, die sich gern der Fleischeslust hingeben. Experimentiert wird mit kultivierten Tierzellen und -geweben – etwa durch das US-Unternehmen Impossible Foods, das einen Burger mit vollständig synthetischem Fleisch vorgestellt hat.

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Hinzu kommt die ökologische Landwirtschaft. Der ausufernde Einsatz von Düngemitteln ist eine der größten Ursachen für die Verschmutzung der Weltmeere. Derzeit ist ein Prozent der weltweiten Erntefläche ökologisch bewirtschaftet, während in Europa 94 Prozent der Fläche zur konventionellen Landwirtschaft gehören. Nur ein kleiner Teil der Bauern ist überzeugt, dass die üblichen drei Jahre Umstellungszeit auf biologische Schädlingsmittel den finanziellen Aufwand wert sind. Tatsächlich ist die ökologische Landwirtschaft aber profitabler und bringt gesündere Produkte hervor.
Zudem ist sie weniger schädlich für Boden und Wasser, stößt weniger Treibhausgase aus und ist energieeffizienter, wie aus einer aktuellen Studie hervorgeht. Für den Erfolg in der Nachhaltigkeit braucht es Stabilität. Laut der Europäischen Kommission gibt es bereits mehr als 186.000 Bio-Bauernhöfe in der EU. Der größte Öko-Produzent ist Frankreich – dort ist das Ziel ausgerufen worden, bis Ende dieses Jahres den Bio-Landwirtschafts-Sektor in seiner Größe zu verdoppeln.
Der Wunsch nach Wandel kommt auch von den Kunden. So gaben die Menschen in Großbritannien 2013 umgerechnet knapp zehn Milliarden Euro für biologisch und ethisch korrekt hergestelltes Essen und Trinken aus – 8,5 Prozent aller Lebensmittelausgaben.

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Wissenschaftler sagen voraus, dass die Erderwärmung und veränderte Regenfälle die Lebensmittelpreise bis 2050 um 3 bis 84 Prozent steigen lassen könnten.
Doch wie können wir noch in diesem Jahr ernst machen mit der Nachhaltigkeit bei unserem Essen? Versucht, weniger Fleisch und Milch zu verbrauchen. Das ist nicht schwer, denn es gibt reichlich Alternativen wie Mandelmilch und Soja. Kauft frisches Obst und Gemüse vom Wochenmarkt oder von Bauern in der Region. Oder noch besser: Pflanzt selbst an.
Ihr dürft nie vergessen, dass eure Entscheidungen beim Essen Teil eines großen Ganzen sind. Wir alle müssen Verantwortung übernehmen. Jetzt.

Electrify the World ist eine Initiative von Nissan. Als Pionier im Bereich Elektromobilität glaubt Nissan daran, dass unser jetziges Handeln zu einer nachhaltigeren Zukunft beiträgt.

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