Türkische Regierung verzichtet auf Wahlkampfauftritte in Deutschland

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ERDOGAN
Der türkische Präsident Erdogan bei einer Rede | Murad Sezer / Reuters
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  • Vor dem Referendum in der Tükei wird es wohl keine Wahlkampfauftritte türkischer Politiker in Deutschland geben
  • Das gab die Union Europäisch-Türkischer Demokraten bekannt, die als Ableger der AKP gilt

Die Union Europäisch-Türkischer Demokraten (UETD) plant bis zum Verfassungsreferendum in der Türkei keine weiteren Auftritte von Vertretern Ankaras mehr.

"Wir werden bis zum Referendum keine weiteren Veranstaltungen mit türkischen Regierungsvertretern organisieren", sagte UETD-Präsident Zafer Sirakaya der "Wirtschaftswoche". Man werde weiter auf lokaler Ebene Informationsveranstaltungen organisieren. Gastauftritte türkischer Politiker werde es aber nicht mehr geben.

Die UETD gilt als verlängerter Arm der AKP

Der 2004 gegründete Verein UETD gilt als verlängerter Arm der islamisch-konservativen Regierungspartei AKP von Präsident Recep Tayyip Erdogan in Deutschland.

Nach eigenem Verständnis ist die UETD ein politischer und sozialer Lobbyverband für die Belange der hier lebenden Türken. In Deutschland trat die UETD zuletzt vor allem durch die Organisation umstrittener Veranstaltungen mit türkischen Ministern in Erscheinung.

Die Türken stimmen am 16. April über eine Verfassungsreform ab, die weitreichende Befugnisse für Erdogan vorsieht. Die in der Bundesrepublik lebenden Türken dürfen an dem Referendum teilnehmen.

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