Diese App sendet geheime Botschaften an die Frauen im Iran - und ermutigt Tausende

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HAMDAM
Die App "Hamdam" ist ein wichtiger Schritt für die Frauen im Iran. | Refinery29
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Der Name der App ist Programm: "Hamdam" bedeutet übersetzt "gute Freundin" und soll Frauen im Iran nun ganz heimlich, still und leise helfen. Warum heimlich?

Weil Hamdam offiziell ein Menstruationskalender in persischer Sprache ist – wer aber richtig durchsteigt, bekommt neben dem Periodentracking auch noch Frauenrechte vermittelt.

In mehreren Unterkategorien klärt Hamdam über die Themen häusliche Gewalt, Scheidungsrecht, Sexualität und Rechte auf. Die Frauen können hier anonym Hilfe suchen, auch offline, wenn sie in einer Situation sind, in der sie sich nicht alleine behaupten können.

Die Idee zu der App kam von der in Frankreich lebenden iranischen Frauenrechtsaktivistin Soudeh Rad. Die 36-Jährige ist auch Gründerin der Onlineplattform "Feminist Spectrum", die Iranerinnen in Frauenrechtsfragen unterstützt.

Eine sexuelle Aufklärung findet im Iran nicht statt

In der Islamischen Republik haben nicht alle Menschen die gleichen Chancen auf sexuelle Bildung und für Frauen herrschen meist andere Regeln als für Männer. Viele Frauen werden rechtlich und gesellschaftlich diskriminiert.

So dürfen sie zum Beispiel ohne Erlaubnis eines männlichen Familienmitglieds nicht ins Ausland reisen. Vergewaltigung in der Ehe ist kein juristischer Tatbestand. An Schulen und Universitäten, in Arztpraxen und in der Familie findet keine Aufklärung statt.

Eine App wird die Zustände und die Sitten zwar nicht von heute auf morgen verbessern, doch es ist ein weiterer wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

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(ame)

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