Wie du merkst, dass dein Kind von Cybermobbing betroffen sein könnte

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CYBERMOBBING 2017
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Virtuelle Quälereien verunsichern und traumatisieren Kinder und Jugendliche schwer. Doch die Eltern ahnen davon nichts, weil Sohn oder Tochter sich zurückziehen, aber nicht sagen, warum das so ist. Doch es gibt ein paar Anzeichen.

Beleidigen, bloßstellen, verleumden, lächerlich machen über das Internet: Wenn Kinder und Jugendliche Opfer von Cybermobbing werden, können sie sich allein kaum wehren. Die virtuellen Angriffe erfolgen meist anonym und auf verschiedenen Kanälen wie Snapchat, Instagram und WhatsApp. Die Betroffenen wissen nicht, wer im Hintergrund mitmacht und heimlich darüber lacht.

Für dich als Elternteil ist es eine schreckliche Vorstellung, dass dein Sohn oder deine Tochter so gequält werden. Aber oft erfährst du gar nichts davon. Viele Opfer trauen sich nicht, darüber zu sprechen, auch und erst recht nicht mit dir als Mutter oder Vater – weil die Situation ihnen unangenehm und peinlich ist.

Das liegt auch daran, dass Eltern und Kinder die Bedeutung von sozialen Netzwerken oft ganz unterschiedlich wahrnehmen. Vielleicht hast du ja deinen Sohn oder deine Tochter öfter ermahnt, nicht so viel Zeit am Handy oder am Computer zu verbringen. Dir ist es ein Rätsel, was an Snapchat, WhatsApp & Co. so spannend sein soll. Womöglich hast du schon mit Verboten gedroht. Aber gerade davor hat dein Kind Angst. Denn für viele ist die virtuelle Kommunikation heute extrem wichtig. Dein Sohn oder deine Tochter haben vielleicht Angst, dass sie dann ganz davon ausgeschlossen wären – und noch mehr zur Mobbing-Zielscheibe werden. Deshalb sagen sie dir lieber nichts von dem, was sie mitmachen müssen.

Mobbing-Opfer ziehen sich zurück

Wie sollst du als Elternteil also merken, dass dein Kind zum Mobbing-Opfer geworden ist? Es gibt ein paar Anzeichen, die darauf hinweisen:

Viele Kinder reagieren eingeschüchtert auf die virtuellen Angriffe und ziehen sich zurück, damit sie den Tätern keine Angriffsfläche mehr bieten. Waren sie vor ein paar Wochen noch begeistert von Snapchat und haben ständig lustige Bilder aufgenommen und verschickt, machen sie die Smartphone-App jetzt gar nicht mehr auf.

Auch WhatsApp oder Instagram lässt das Kind links liegen. Vielleicht schaltet es Computer und Smartphone generell viel seltener an – oder macht sie schnell wieder aus, sobald du in der Nähe bist. Es kann auch sein, dass das Kind traurig, verstört oder wütend ist, nachdem es WhatsApp-Nachrichten gelesen oder Snapchat-Bilder bekommen hat.

Rückzug aus dem Verein, keine Lust auf Schule

Der Rückzug muss sich aber nicht nur auf Handy und PC beschränken. Vielleicht haben dein Sohn oder deine Tochter plötzlich kein Interesse mehr am Fußballspielen oder wollen ihre Freunde nicht mehr treffen. Auch die Lust auf die Schule ist womöglich weg. Vielleicht weigert sich das Kind sogar an manchen Tagen, dort hinzugehen.

Kein Wunder: Cybermobbing und Belästigungen im realen Leben passieren oft gleichzeitig, die Täter stammen häufig vom Schulhof. Die Noten werden schlechter, weil das Kind nicht mehr wagt, aktiv am Unterricht teilzunehmen – um ja nicht erneut zur Zielscheibe zu werden. Es erzählt immer weniger von der Schule, von Hobbys oder von Treffen mit Freunden.

Oft merkt man auch, dass etwas nicht stimmt, weil die Kinder körperlich reagieren: Sie haben keinen Hunger mehr, werden krank und bekommen Kopf- oder Bauchschmerzen und können nicht mehr schlafen. Sie wirken niedergeschlagen und weniger fröhlich. Oder sie reagieren aggressiver im Alltag, weil sie nicht wissen, wohin mit ihren Emotionen.

Wie du richtig auf dein Kind reagierst

Wenn du als Mutter oder Vater solche Anzeichen bemerkst, solltest du dich in Ruhe mit Sohn oder Tochter hinsetzen. Wahrscheinlich blockt er oder sie alle Fragen erst einmal ab und spielt herunter, was passiert ist. Du solltest deinem Kind klarmachen, dass du es ernst nimmst, es unterstützt und ihm helfen willst. Sei verständnisvoll und mach ihm keine Vorwürfe.

Wahrscheinlich bist du selbst erschüttert, wenn dein Kind dir erzählt hat, wie es virtuell gemobbt wird. Aber du bist nicht allein mit den Problemen und solltest gleich nach einem Ausweg suchen. Bei der Computerhilfe Plus der Telekom sitzen Experten, die dir erklären, wie du deinem Kind helfen, was du gegen die gemeinen Bilder und Videos sowie ihre Verbreiter unternehmen kannst. Die Fachleute beraten euch darüber hinaus vorbeugend und sagen, wie man Cybermobbing im Vorfeld vermeiden kann. Für diesen Service zahlst du nicht viel: ab 3,95 Euro* im Monat, also weniger als 50 Euro im Jahr. Das ist nicht einmal so viel Geld, wie eine einzige Tankfüllung kostet – hilft aber deinem Kind sehr.

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