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20/03/2017 08:57 CET | Aktualisiert 20/03/2017 13:26 CET

TUI-Chef behauptet: Das ist gerade das Gefährlichste am Türkei-Urlaub

Der Türkei droht in diesem Jahr ein Fiasko im Bereich des Tourismus.

Schon 2016 - nach dem Putsch - brach die Zahl der Urlaubsbuchungen aus Deutschland ein. Die Buchungen für 2017 liegen fast 60 Prozent hinter den Werten des Vorjahres.

Der Grund: Die angespannte politische Situation in der Türkei. Viele Deutsche fragen sich: Kann man in der Türkei noch Urlaub machen?

TUI-Chef nennt die größte Gefahr für Türkei-Urlauber

Eine einfache Antwort auf diese Frage gibt jetzt der Chef von TUI, Deutschlands größtem Reiseveranstalter (siehe auch Video oben).

Friedrich Joussen sagte im Gespräch mit der "Bild"-Zeitung : "Bilder von Anschlägen und Unruhen machen natürlich Angst, aber die tatsächliche Gefahr wird überschätzt. Statistisch ist das Gefährlichste am Türkei-Urlaub die Autofahrt von zu Hause zum Flughafen."

Natürlich könnte man nun denken, dass TUI als Reiseveranstalter Interesse daran hat, die Gefahr in der Türkei kleinzureden. Aber tatsächlich sind Urlauber bisher eher wenig von der politischen Lage in dem Land betroffen.

Passend zum Thema: An alle, die jetzt nicht mehr in den Türkei-Urlaub fahren wollen: Ihr seid Heuchler!

Aber es gibt auch Warnungen des Auswärtigen Amts

Zwar haben die Auswärtigen Ämter in Deutschland und den Niederlanden zuletzt ihre Reisewarnungen für das Land aktualisiert. Auf der Webseite des Auswärtigen Amtes heißt es:

"Im Zuge des Wahlkampfes muss mit erhöhten politischen Spannungen und Protesten gerechnet werden, die sich auch gegen Deutschland richten können. Hiervon können im Einzelfall auch deutsche Reisende in der Türkei betroffen sein. Reisenden wird daher empfohlen, sich von politischen Veranstaltungen und grundsätzlich von größeren Menschenansammlungen fernzuhalten."

Zudem gibt es in der Türkei natürlich die Gefahr von Anschlägen.

Mehr zum Thema: "Seid wachsam": Niederlande verschärfen Warnhinweis für Türkeireisende

Was Reisende bedenken sollten

Sicher: In Spanien gibt es all diese Gefahren nicht. Und man kann durchaus als Urlauber entscheiden, wegen Erdogans Großmachtstreben nicht mehr in die Türkei zu fahren.

Richtig bleibt aber: 99 Prozent der Türkei-Urlauber werden von der veränderten Lage im Land wahrscheinlich überhaupt nichts mitbekommen.

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(lm)

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