Putins Einmischung in Serbien könnte ein europäische Krise auslösen

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PUTIN SERBIEN
Wladimir Putin auf einer Militärparade in Belgrad - mischt er sich nun in Serbien ein? | DPA
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  • Der CDU-Europapolitiker McAllister warnt vor dem wachsenden Einfluss Russlands in Serbien
  • Der längst überwunden geglaubte Balkan-Konflikt könne jederzeit wieder aufleben

Der CDU-Europapolitiker David McAllister warnt vor einer neuen Krise auf dem Balkan und dem wachsenden Einfluss Russlands in Serbien.

"Russland verfolgt in Serbien eine bewusste Destabilisierungsstrategie. Das gibt Anlass zu großer Sorge", sagte der Chef des Auswärtigen Ausschusses im EU-Parlament der Zeitung "Die Welt".

Moskau versuche, die Medien und Teile der Politik sowie der Zivilgesellschaft des EU-Beitrittskandidaten massiv zu beeinflussen.

Russland wird in Serbien als "der größte Unterstützer" wahrgenommen

Der Balkan ist nach Einschätzung des früheren niedersächsischen Ministerpräsidenten "eine hochbrisante Region, wo in kürzester Zeit durch unverantwortliches Handeln längst überwunden geglaubte Konflikte wieder aufleben können".

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Russland würde in der serbischen Gesellschaft als "der größte Unterstützer" wahrgenommen, obwohl die EU mit Finanzhilfen von rund 1,5 Milliarden Euro bis zum Jahr 2020 mit Abstand der größte Geldgeber sei, so McAllister.

"Für die Europäische Union kann das nur bedeuten, dass unser Engagement mit Hilfe der serbischen Politik sowie der Zivilgesellschaft noch sichtbarer gemacht werden muss."

Das Kosovo plant eine eigene Armee - EU und Nato sind entsetzt

Zur Zuspitzung der Situation auf dem Balkan trägt derzeit auch bei, dass das unabhängige Kosovo die Aufstellung einer Armee vorbereitet, obwohl sich die NATO sowie die EU und die USA heftig dagegen wehren.

Die Truppe solle 8000 Soldaten umfassen, berichtete die Zeitung "Zeri" am Samstag in Pristina. Dafür sei ein Budget von 51 Millionen Euro vorgesehen, das jährlich um fünf Millionen Euro steigen solle.

Am Vortag hatte Staatspräsident Hashim Thaci angekündigt, 110 der 120 Abgeordneten im Parlament würden für die neue Armee stimmen. Serbien sieht diesen Schritt als Provokation.

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Mit Material der dpa

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(ben)

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