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20/03/2017 15:39 CET | Aktualisiert 20/03/2017 17:05 CET

FBI-Chef Comey bestätigt: Behörde untersucht mögliche Russland-Kontakte des Trump-Teams

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FBI-Chef Comey bestätigt: Behörde untersucht mögliche Russland-Kontakte des Trump-Teams

  • Das FBI untersucht mögliche Verbindungen von US-Präsident Trump und dessen Team nach Russland

  • Aus Sicht von Trump sind die Anschuldigungen gegen ihn nur eine Erfindung der US-Demokraten

  • Zugleich bestätigte FBI-Chef Comey, dass es im US-Wahlkampf 2016 keine Abhöraktion gegen Trump gegeben habe

FBI-Chef James Comey hat Ermittlungen seiner Behörde bestätigt, die im Zusammenhang mit einer möglichen Beeinflussung des US-Wahlkampfs 2016 durch Russland und dem Sieg Donald Trumps stehen. Das sagte Comey am Montag in Washington in einer Anhörung vor dem Kongress.

Comey sagte den Abgeordneten, er habe vom Justizministerium die Erlaubnis erhalten, die Ermittlungen öffentlich zu machen. Laufende Verfahren werden von der Behörde sonst nicht bestätigt oder kommentiert.

Beeinflussung des US-Wahlkampfs durch Russland im Fokus

Im Fokus des FBIs lägen vor allem Kontakte zwischen Trumps Wahlkampfteam und der russischen Regierung. Es werde versucht zu ermitteln, ob es Verbindungen zwischen den Aktivitäten des Trump-Lagers und Russlands Beeinflussung der US-Wahl gebe. Die Ermittlung sei vor allem eine Operation zur Spionageabwehr.

Comey bestätigte zudem, dass die Bundespolizei untersuche, ob es in diesem Zusammenhang zu Verbrechen gekommen sei. Er könne jedoch keine Details nennen.

Trump wettert schon vor der Anhörung gegen die Demokraten

Kurz vor Beginn der Anhörung erneuerte US-Präsident Trump seine Angriffe auf die demokratische Partei. Nur Stunden vor Beginn der Befragung twitterte Trump am frühen Montagmorgen, die Anschuldigungen gegen ihn seien nur eine Erfindung der US-Demokraten, um von ihrer schweren Wahlniederlage abzulenken.

Trump schrieb in einem zweiten Tweet, die eigentliche Geschichte, um die sich das FBI mit dem Kongress und anderen kümmern müsste, sei das Weiterverbreiten vertraulicher Informationen.

Zu guter Letzt wetterte er noch einmal gegen seine Wahlkampfkonkurrentin Hillary Clinton: "Was ist denn mit den Verbindungen der Clinton-Kampagne nach Russland? Und, ist es nicht wahr, dass die Demokraten das FBI nicht zum Nachsehen hereinlassen wollten?"

Trump wurde im Wahlkampf nicht abgehört

Nach Aussage von FBI-Chef James Comey hat es im US-Wahlkampf 2016 keine Abhöraktion gegen den damaligen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump gegeben. Das sagte Comey am Montag in Washington in einer Kongressanhörung und fügte hinzu, auch das US-Justizministerium habe keine solchen Erkenntnisse.

Der republikanische Vorsitzende des Ausschusses, Devin Nunes, sagte zu Beginn der Anhörung: "Es gab kein Abhören." Ähnlich hatte sich unter Berufung auf am Freitag vorgelegte Dokumente der führende demokratische Abgeordnete im Ausschuss, Adam Schiff, geäußert.

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(mf)

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