Was Krankenpfleger wirklich leisten

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Krankenpfleger werden häufig als Hilfskräfte angesehen. In der öffentlichen Wahrnehmung verteilen sie Tabletten und wischen fremde Popos ab. Das jedoch ist nur ein Bruchteil von dem, was die über 1,5 Millionen Pflegeprofis in Deutschland täglich tun. Wir zeigen Dir, was Krankenpfleger täglich wirklich leisten und warum wir ihnen richtig dankbar sein sollten.

Eigentlich kann den Pflegekräften gar nicht häufig genug gedankt werden. Nicht nur die Patienten können dankbar sein, dass es sie gibt. Sondern auch die Ärzte. Das Pflegepersonal kümmert sich um die Pflege der Patienten. Die Krankenpfleger verabreichen Infusionen. Sie waschen alte und kranke Menschen. Wie der amerikanische Mediziner Gian-Paul Vidal schreibt: „Ihr lauft mit den Patienten, ihr sprecht mit den Patienten. Und ihr sorgt dafür, dass Patienten und ihre Familien ein gutes Gefühl haben.“ In etwa so klingt eine Liebeserklärung an einen der meist unterschätzten Berufe.

Unendliche Geduld und extrem geschärfte Sinne

Menschen, die in der Pflege arbeiten, haben gefühlt unendliche Geduld und extrem scharfe Sinne. Und das nicht nur im Zusammenhang mit ihrer Arbeit am Menschen. Pflegekräfte sind quasi das Bindeglied zwischen Arzt und Patient. Der Arzt gibt ihnen die Anweisungen, der Patient ist der Nutznießer ihrer Arbeit. Und das alles im Schichtdienst. Schichten, die häufig alles andere als ruhig sind. Umso wichtiger ist es, dass das Pflegepersonal die Ruhe bewahrt. Selbst wenn Angehörige die Nerven verlieren oder Patienten in einer Tour die Klingel betätigen, um manchmal auch einfach nur einen – für Außenstehende in diesem Moment – absolut unwichtigen Wunsch zu äußern. Es gibt Tage, an denen die Pflegekräfte all ihre Bedürfnisse hintenanstellen müssen. Sie verzichten auf Essen und Trinken und auf Pausen. Nur, um da zu sein, wo sie wirklich gebraucht werden. Nah am Menschen.

Die Arbeit in der Pflege ist nicht gut bezahlt. Und dabei doch so wichtig. Es ist eine Arbeit, die einen Menschen an seine nervlichen Grenzen führen kann. Der tägliche Umgang mit Stress, Krankheit, Tod und Verlust muss verarbeitet werden, um nicht selbst krank zu werden. Dazu kommt ein straffer Zeitplan, den es einzuhalten gilt. Und dann gibt es da auch immer wieder diese Vorurteile und abwertende Kommentare: „Hat’s für ein Medizin-Studium nicht gereicht?“, „Das, was du machst, kann doch jeder. Dafür braucht man nicht mal eine richtige Ausbildung. Das bisschen Patientendrehen und Popos abwischen.“

Bezugspersonen für Patienten und Bewohner

Dabei wird häufig übersehen, dass es auch die Pflegekräfte sind, die mithelfen, unsicheren Ärzten im Praktikum das Laufen beizubringen. Dass Ärzte Rat und Hilfe bei Krankenschwestern und -pflegern suchen. Dass Pfleger mehr als Pfleger sind, sondern für Patienten und Bewohner auch vertraute Bezugspersonen sein können. Pflegekräfte sind die heimlichen Helden des Klinik-Alltags, ohne die das System nicht funktionieren würde. Sie ermöglichen hilfebedürftigen und kranken Menschen durch ihren Einsatz ein möglichst selbstbestimmtes und vor allem selbstständiges Leben. Und sie schenken ihren Patienten das, was diese am meisten brauchen: Aufmerksamkeit. Krankenpfleger sind viel mehr als Hilfskräfte – das sollten wir nie vergessen.

Der Alltag als Krankenpfleger ist nicht immer einfach – zeig deinen Lieblings-Pflegeprofis daher deine Anerkennung und nominier sie beim Wettbewerb „Deutschlands beliebteste Pflegeprofis“ vom Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV). Natürlich dürfen auch Krankenpfleger mitmachen und ihre Kollegen vorschlagen. Die Pflegeprofis, die bis zum 31. Mai 2017 die meisten Stimmen in ihrem Bundesland erhalten haben, werden zu einem "Fest der Pflegeprofis" nach Berlin eingeladen. Als Hauptpreis winkt ein Wellness-Urlaub mit Begleitperson bzw. ein Team-Event im Wert von 2000 Euro. Unter allen Mitwirkenden, die einen Pflegeprofi oder ein Pflegeteam vorschlagen, verlost der PKV zudem ein exklusives Wellnesspaket.