Merkel baut in ihre Cebit-Rede einen Seitenhieb auf Trump ein

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Bundeskanzlerin Angela Merkel auf der Cebit | ODD ANDERSEN via Getty Images
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  • Angela Merkel eröffnet die Technologiemesse CeBIT in Hannover
  • In ihre Rede baut sie eine Anspielung auf US-Präsident Trump ein

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Technologiemesse CeBIT eröffnet - und baute in ihre Rede auf dem Messegelände in Hannover einen Seitenhieb auf den US-Präsidenten Donald Trump ein.

Gemeinsam mit dem Ministerpräsidenten des diesjährigen Partnerlandes Japan, Shinzo Abe, bekräftigte sie ihren Willen zu einem Freihandelsabkommen mit Japan.

Merkel baut Seitenhieb auf Trump ein

"In Zeiten, wo wir über freien Handel, offene Grenzen, demokratische Werte mit vielen streiten müssen, ist es ein gutes Zeichen, dass Japan und Deutschland darüber nicht streiten, sondern zum Wohle der Menschen die Zukunft gestalten", so Merkel. Damit spielte sie indirekt auf Donald Trump an, der den freien Handel einschränken will.

Europa und Deutschland könnten von Japan lernen, wie man Technologie offen gegenübertrete, sagte Merkel außerdem.

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Europa sei oft langsam bei der Digitalisierung, räumte Merkel ein. "28 Mitgliedstaaten müssen sich natürlich einbringen", erklärte sie. "Aber wir spüren, dass auf der Welt das Tempo hoch ist und mit Japan haben wir einen Freund, der sich dieses hohe Tempo zu Nutzen macht."

Merkel sprach auch die Ängste der Deutschen vor zunehmender Digitalisierung an. Es gehe um "Millionen von Menschen, die zum Teil noch nicht wissen, was sie erwartet", sagte Merkel am Sonntagabend auf dem Messegelände von Hannover.

"Angst vor Maschinen gibt es in Japan nicht"

Sie in das neue Zeitalter der Digitalisierung mitzunehmen, werde die Politik aber nicht allein schaffen, sagte sie an die Adresse der Industrie. Man müsse unter anderem das Bildungssystem anpassen und das lebenslange Lernen fördern.

Auch Abe sprach die sozialen Folgen der Digitalisierung an: "Wir dürfen keine Situation entstehen lassen, in der nur bestimmte Menschen Reichtum anhäufen oder Gesetzlose profitieren."

Er betonte, Japan fürchte sich nicht vor Technologien wie der künstlichen Intelligenz: "Dass die Maschinen Menschen ersetzen könnten, eine derartige Angst gibt es in Japan nicht."

Mit Material der dpa

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(poc)

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