Linke will Wer­bung für Al­ko­hol ver­bie­ten

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BIER
Junge Frau mit Craft-Beer | dpa
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  • Die Linke will laut einem Medienbericht Werbung für Alkohol verbieten
  • Das stehe im Entwurf des Wahlprogramms der Partei

Die Linke will die Wer­bung für Al­ko­hol ver­bie­ten. Das geht nach Informationen der "Bild am Sonntag" (BamS) aus dem Ent­wurf für das Wahl­pro­gramm her­vor.

Darin heißt es im Ka­pi­tel "Schluss mit der Kri­mi­na­li­sie­rung der Dro­gen": "Wer­bung und Spon­so­ring für Ta­bak- und Al­ko­hol­pro­duk­te in der Öf­fent­lich­keit wol­len wir ver­bie­ten."

Der Haupt­ge­schäfts­füh­rer des Zen­tral­ver­bands der deut­schen Wer­be­wirt­schaft, Man­fred Par­tei­na, kri­ti­sier­te in der "BamS" die For­de­rung: "Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ver­bo­te für legal her­ge­stell­te und han­del­ba­re Pro­duk­te sind der fal­sche Weg."

Werbung für Alkohol beeinflusst Jugendliche

Dass das Verbot kommt, ist allerdings unwahrscheinlich. Denn Kritiker weisen darauf hin, dass dann auch Werbung für andere schädliche Lebensmittel verboten werden müsse.

Wer diesen Weg gehe, werde künftig auch bei anderen Produkten wie Zucker über Werbeverbote nachdenken müssen, sagte zum Beispiel CDU-Fraktionschef Volker Kauder kürzlich.

Schon bei einem vollständigen Verbot von Tabakwerbung - das die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, fordert - tut sich die Politik schwer.

Allerdings gibt es durchaus auch Hinweise, dass ein Verbot von Werbung für Alkohol Vorteile hätte. Wie eine Studie der Krankenkasse DAK im Jahr 2015 herausfand, sind Jugendliche, die häufig Fernsehwerbung für Alkohol sehen, anfälliger für Alkoholmissbrauch.

Im Jahr 2014 - das Jahr, für das die jüngsten Zahlen vorliegen - investierten die Hersteller von Alkoholprodukten in Deutschland 561 Millionen Euro, um ihre Produkte zu bewerben.

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(ll)