Arzt schickt Baby mit falscher Diagnose weg - zum Glück hört die Mutter auf ihren Instinkt

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Ihr Mutterinstinkt hat ihrem Baby das Leben gerettet: Als die junge Mutter Tiffany Staveley aus Leeds mit ihrer fünf Monate alten Tochter Ava eine Arztpraxis aufsuchte, wurde sie wieder weggeschickt. Doch Staveley verließ sich nicht auf die Diagnose des Arztes - und konnte so gerade noch eine Tragödie verhindern.

Staveley und ihr Partner bemerkten an einem Sonntag im Jahr 2014, dass ihr Baby rote Flecken im Gesicht bekam und immer lethargischer wurde. Daraufhin brachte die Mutter ihre Tochter in eine Praxis, wo der Arzt dem kleinen Mädchen Windpocken diagnostizierte und sie wieder nach Hause schickte.

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"Mein Mutterinstinkt sagte mir, dass der Arzt falsch lag"

Doch Staveley war beunruhigt: Sie fand, dass der Ausschlag ihrer Tochter nicht wie Windpocken aussah. Zudem begann das Baby, sich zu übergeben. "Mein Mutterinstinkt sagte mir, dass der Arzt falsch lag", sagte sie der britischen Zeitung "Daily Mail".

Sie brachte ihre Tochter ins Krankenhaus. Nach einer Blutuntersuchung schlugen die Ärzte dort Alarm: Die kleine Ava litt nicht nur an Meningitis, sondern auch am Kawasaki-Syndrom, einer extrem seltenen Krankheit.

Das Mädchen musste rund um die Uhr bewacht und mit Antibiotika behandelt werden. "Es war eine furchtbare Zeit", sagte Staveley. "Ich hielt Ava in meinen Händen. Ihre Haut wurde fleckig und ihre Nägel begannen, abzublättern. Zum Glück habe ich gewusst, dass etwas nicht in Ordnung war."

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Ava hat sich zu einem gesunden Kleinkind entwickelt

Nach einem fünftägigen Krankenhausaufenthalt durften die Eltern ihr Baby wieder nach Hause mitnehmen - trotzdem musste sich Ava monatelang regelmäßigen Untersuchungen unterziehen. Die Ärzte befürchteten, dass die beiden Erkrankungen Langzeitschäden verursacht hatten.

Jetzt, gute zwei Jahre später, folgte die Entwarnung: Ava hat sich zu einem gesunden, lebhaften Kleinkind entwickelt. Ihre Mutter ist froh, dass die Erkrankungen der Tochter noch rechtzeitig erkannt wurden und behandelt werden konnten.

Denn Meningitis, auch Hirnhautentzündung genannt, kann für Babys und Kleinkinder lebensgefährlich werden. Auch wenn Meningitis in Deutschland heute sehr selten auftritt, sollten Eltern sehr vorsichtig sein:

"Eine Meningitis kann zum Tod führen, gerade wenn sie mit einer Sepsis, also einer Blutvergiftung, einhergeht", sagt Ulrich Heininger, Vorsitzender der Kommission für Infektionskrankheiten und Impffragen der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin, dem "Spiegel".

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