Sowohl Schulz als auch Merkel können sich wieder eine Große Koalition vorstellen

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MERKEL SCHULZ
Sowohl Angela Merkel als auch Martin Schulz wollen eine Groko nicht ausschließen | Francois Lenoir / Reuters
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  • CDU-Chefin Angela Merkel kann sich Koalitionen mit SPD, Grünen und FDP vorstellen
  • Nur Bündnisse mit der Linken und der AfD will sie ausschließen
  • Auch SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz will eine Große Koalition nicht ausschließen

Die Union wird nach Ansicht von Kanzlerin Angela Merkel nach der Bundestagswahl mehrere Koalitionsmöglichkeiten haben. Das sei anders als noch vor 20 Jahren, "und darüber bin ich froh", sagte die CDU-Vorsitzende der "Saarbrücker Zeitung".

"Wir haben im Grundsatz die Möglichkeit, mit der FDP zusammenzuarbeiten, es gibt Länder, in denen wir mit den Grünen koalieren, und wir haben große Koalitionen."

"Wettbewerb belebt das Geschäft"

Die Union habe viele Koalitionsoptionen, mit Ausnahme der Linken und der AfD. "Unsere Bandbreite ist in den letzten Jahren deutlich gewachsen", betonte Merkel. Zuerst wolle die CDU/CSU jedoch erneut stärkste Kraft werden.

sie zeigt sich angesichts des Rummels um SPD-Herausforderer Martin Schulz gelassen. Sie sei nicht nervös, sagte die CDU-Vorsitzende der "Saarbrücker Zeitung". "Wettbewerb belebt das Geschäft." Es sei zudem immer klar gewesen, dass die SPD bei ihren "sehr mäßigen" Umfragewerten noch Luft nach oben habe.

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Der designierte SPD-Chef und Kanzlerkandidat Martin Schulz wies die Forderung der Jusos zurück, eine Fortsetzung der großen Koalition nach der Bundestagswahl auszuschließen. "Wer mit uns koalieren will, ist herzlich eingeladen, nach der Wahl auf uns zuzukommen. Einzig ein Bündnis mit der AfD schließe ich aus", sagte Schulz der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post".

Jusos fordern klare Absage an eine Groko

Die Vorsitzende der SPD-Nachwuchsorganisation, Juso-Chefin Johanna Uekermann, hatte von Schulz ein klares Nein zur Fortsetzung der großen Koalition nach der Bundestagswahl verlangt.

"Er sollte die Aufbruchstimmung für einen echten Politikwechsel nutzen - am liebsten natürlich in einer rot-rot-grünen Koalition", hatte Uekermann der Deutschen Presse-Agentur gesagt.

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