In Paris schweben ab diesem Sommer Elektro-Taxis über das Wasser

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In Paris "fliegen" bald Elektro-Taxis über das Wasser | SeaBubbles
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  • Ein französisches Start-Up möchte den Verkehr in Paris revolutionieren
  • Dafür will es "fliegende" Taxis über die Seine fahren lassen
  • Die ersten Wassertaxis sollen im Juni bereit sein

Der Verkehr in Paris ist ein Grauen. Ende vergangenen Jahres wurde die Luftverschmutzung in der Stadt so schlimm, dass die Verwaltung den öffentlichen Nahverkehr vorübergehend kostenlos machte, um Abhilfe zu schaffen.

Jetzt sorgt ein französisches Start-Up mit einer kreativen Idee für Aufsehen: Das Unternehmen SeaBubbles möchte elektrische Taxis die Seine befahren lassen - und so für Entlastung im Pariser Straßenverkehr sorgen.

SeaBubbles Taxis "fliegen" auf dem Wasser

Die Taxis von SeaBubbles laufen mit Solarstrom, stoßen also keine Abgase aus. Und: Sie fliegen geradezu über das Wasser. Denn wie bei größeren Segelboot-Modellen bewegen sich die Fahrzeuge auf Tragflächen fort. Nur diese reichen unter die Wasseroberfläche - die Kabine selbst schwebt etwa 60 Zentimeter darüber.

Die Taxis werden aus Fiberglass und verdichtetem Schaumstoff hergestellt und erreichen eine Spitzengeschwindigkeit von fast 15 km/h. Nach jedem Aufladen in einer der Dockstationen von SeaBubble haben sie eine Reichweite von 80 bis 100 Kilometern.

Unternehmen von Segler und Windsurfer gegründet

Die Idee für die Wassertaxis stamm von Alain Thébault, einem Weltrekordler im Schnellsegeln, und Anders Bringdal, der 2012 einen Geschwindigkeitsrekord im Windsurfen aufstellte.

Auf der Website des Unternehmens schreibt Thébault, der Impuls für die Taxis sei von seiner Tochter gekommen. "Warum nutzt du deinen Erfindergeist nicht für etwas Gutes, für unseren Planeten?", habe sie ihn gefragt. Anders Bringdal schreibt: "Wir sind direkt zu dem Schluss gekommen, dass diese Idee gut für die Städte ist."

Im Juni sollen die ersten SeaBubble-Taxis bereit für ihren Einsatz sein - und schon bald darauf auf der Seine fahren.

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(lp)

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