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17/03/2017 14:29 CET | Aktualisiert 18/03/2017 13:38 CET

Neue Nasa-Studie: So einfach könnten Flugzeuge um 70 Prozent umweltfreundlicher werden

narvikk via Getty Images
Neue Nasa-Studie zeigt: So einfach könnten Flugzeuge um 70 Prozent grüner werden

  • Die Nasa hat einen Weg gefunden, die Luftfahrt deutlich umweltfreundlicher zu machen

  • Mit Bio-Treibstoffen ließe die Menge der Emissionen sich um bis zu 70 Prozent verringern

Es ist nicht fünf vor zwölf, nein, es ist bereits zwei vor zwölf. Zweieinhalb vor zwölf, um genau zu sein.

Das hat im Januar ein Gremium aus Wissenschaftlern festgestellt. Ihre These: Die Welt steuert erschreckend schnell auf eine Katastrophe zu. Ein Hauptgrund: der Klimawandel.

Wissenschaftler der Nasa haben nun einen Weg gefunden, wie dieser deutlich gebremst werden könnte. Sie glauben: Biotreibstoffe können den Flugverkehr um 70 Prozent grüner machen.

Etwa 2,2 Prozent des menschlich verursachten CO2-Ausstoßes gehen auf den Luftverkehr zurück. Auf den ersten Blick klingt das wenig. Doch auch andere Schadstoffe im Flugzeugbenzin setzen der Umwelt stark zu.

Und die Umweltbelastung durch Flugzeuge könnte in den nächsten Jahren weiter wachsen: Denn die Luftfahrt-Branche boomt.

"Großes Zukunftspotenzial"

Die neue Studie, die die Nasa zusammen mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und dem kanadischen National Research Council (NRC) erhoben hat, kommt da zur richtigen Zeit.

"Bio-Treibstoffe für Jets haben Zukunftspotenzial, weil sie nicht von fossilen Brennstoffen abhängig sind und so gut wie keine Schwefelverbindungen und aromatisierte Kohlenwasserstoffe enthalten", schreiben die Forscher. Das reduziere auch die Freisetzung von Feinstaub.

Die Studie zeigt zum ersten Mal, wie viele Rußpartikel ein Triebwerk ausstößt, wenn man dem normalen Jet A1-Treibstoff einen gleichen Anteil des Bio-Treibstoffs Hefa beimischt. "Verglichen mit dem normalen Flugbenzin reduziert der Bio-Treibstoff die Partikelmenge und Masse der Emissionen im Abgasstrahl des Flugzeugs um 50 bis 70 Prozent", schreibt Erstautor Richard Moore.

Bisher ist die Produktion von Biokraftstoffen jedoch leider immer noch aufwändig – und deshalb teuer. Der heutige Preis für Biokerosin ist ungefähr doppelt so hoch wie der für Kerosin.

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(ks)

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