Huffpost Germany

Luke Evans: So viel Trump steckt in "Die Schöne und das Biest"

Veröffentlicht: Aktualisiert:
Drucken

Luke Evans spielt den Bösewicht Gaston - behauptet aber, in Wirklichkeit ganz anders zu sein

Gaston, der chauvinistische Bösewicht aus "Die Schöne und das Biest", setzt sich für Frauen ein! Besser gesagt sein Darsteller, Schauspieler Luke Evans (37, "Dracula Untold"). Im Interview mit spot on news besteht er darauf, privat so überhaupt keine Ähnlichkeit mit seiner Figur zu haben. Indirekt vergleicht er den selbstverliebten Proll dafür mit einem anderen prominenten Herren: Donald Trump (70).

Wie ist es, den Bösewicht in einem Disney-Film zu spielen; viele Kinder auf der ganzen Welt werden sich jetzt wahrscheinlich vor Ihnen fürchten?

Hier können Sie "Die Schöne und das Biest" in der Zeichentrick-Version von 1991 als DVD bestellen

Luke Evans: Ja, ich habe schon darüber nachgedacht, wie ab jetzt alle Kinder vor mir wegrennen werden (lacht). Aber interessanterweise kamen nach den bisherigen Vorführungen sogar Kinder auf mich zu, um ein Foto mit mir zu machen. Das ist das tolle an Gaston, er hat etwas Liebenswertes an sich, zumindest muss man über ihn lachen.

War es in gewisser Weise auch interessant, einen bösen Charakter zu spielen?

Evans: Ja, denn im echten Leben bin ich ja nicht böse. Ich musste etwas spielen, das meinen Ansichten komplett widerspricht, Gaston ist wirklich überhaupt nicht wie ich. Aber ich habe mich einfach darauf eingelassen und den größtmöglichen Idioten gespielt, der man sein kann. Und das hat wirklich sehr viel Spaß gemacht.

Wie würden Sie Gastons Charakter beschreiben?

Evans: Gaston repräsentiert eine arrogante, egoistische, narzisstische Persönlichkeit, die Frauen nicht wirklich respektiert und sich nichts sagen lässt. Sein Ego ist unnatürlich groß und jeder ist ihm untergeordnet. Und er nutzt diese Eigenschaften, um die Leute zu manipulieren. Er spielt mit ihren Ängsten... Ich will nicht politisch werden, aber es ist ziemlich klar, wen Gaston zum jetzigen Zeitpunkt darstellt.

Disney schafft es also, durch Filme einen Bezug zur realen Welt herzustellen?

Evans: Ja. Disney schafft es seit Jahrzehnten, dem jungen Publikum Botschaften zu senden. Vor "Die Schöne und das Biest" ging es aber oft darum, dass die Frau gerettet werden muss. Aber Belle ist eine gebildete, vorausschauende junge Frau. Und das ist toll, es zeigt, dass man an sich selbst glauben soll. Belle ist diejenige, die den Prinzen rettet. Eine Heldin, ein echtes Vorbild für Mädchen.

Braucht Hollywood mehr weibliche Helden?

Evans: Immer! Ich finde, es sollte ausgeglichen sein. Aber es wird mehr. Das zeigt alleine dieser Film. Ich meine, das ist Disney. Da geht es eigentlich immer um die Prinzessinnen in ihren schönen Kleidern und den starken Prinzen. Natürlich haben wir noch viel zu tun, aber es wird besser.

Die "Schöne und das Biest" mit Luke Evans als Gaston und Emma Watson als Belle läuft ab dem 16. März in den deutschen Kinos.