Sachsen-Anhalts Ministerpräsident kündigt Auftrittsverbot für Erdogan an

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HASELOFF
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident kündigt Auftrittsverbot für Erdogan an | Reuters
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  • Der türkische Präsident Erdogan soll nicht in Sachsen-Anhalt auftreten dürfen
  • Das kündigte der Ministerpräsident des Bundeslandes, Reiner Haseloff, an

Recep Tayyip Erdogan ist in Sachsen-Anhalt nicht willkommen. So kündigt es zumindest der Ministerpräsident des Bundeslandes, Reiner Haseloff, in der "Bild"-Zeitung an.

"Wenn Präsident Erdogan als Staatsoberhaupt kommt, um Regelungen zwischen der Deutschland und der Türkei zu besprechen , steht der Wahrnehmung von Terminen in Deutschland selbstverständlich nichts entgegen", sagte Haselhoff der Zeitung. "Aber wenn er unsere Politik mit Nazi-Deutschland vergleicht und Auftritte zu Wahlkampfzwecken missbraucht, kann ich ihn nicht willkommen heißen.“

Verkehrsminister Dobrindt warnt vor Eskalation

Auch Bundesverkehrsminister Alex­an­der Do­brindt warnte die Türkei in der "Bild" vor einer weiteren Eskalation im Streit um die Wahlkampfauftritte von AKP-Mitgliedern in Deutschland.

"Die Tür­kei muss wis­sen: Part­ner­schaft be­deu­tet nicht, dass man alles er­tra­gen muss", sagte Dobrindt. "Schon gar nicht in sei­nem eige­nen Land. Auch un­se­re Ge­duld ist nicht gren­zen­los stra­pa­zier­bar."

Dobrindt will deshalb auch über Einreiseverbote nachdenken - als letztes Mittel im ausufernden Streit mit Erdogan.

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(lp)