Jetzt aufgetaucht: Quittungen bringen Trumps Tochter Ivanka in Erklärungsnot

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  • US-Präsident Donald Trump will die amerikanische Wirtschaft stärken
  • Amerikaner sollen vor allem US-Produkte kaufen
  • Bei Trumps Tochter Ivanka scheint der Appell aber nicht angekommen zu sein
  • Eine Zusammenfassung des Textes seht ihr oben im Video

US-Präsident Donald Trump hat ein klares Ziel: "America First". Die USA sollen wieder zu einem mächtigen, schönen und reichen Land werden. Dafür sollen die Amerikaner vor allem in den USA produzierte Produkte kaufen.

Dumm nur, dass Trumps Tochter Ivanka von der Idee ihres Vaters offensichtlich nicht viel hält.

Laut der US-Ausgabe der Huffington Post sollen noch während Trumps Antrittsrede im Januar tonnenweise Marken-Produkte aus China verschiedene US-Häfen erreicht haben. Mehr als 53,5 Tonnen Schuhe, Taschen und Kleidung mit Ivanka-Trump-Logo kamen damals an. Das zeigen Zollquittungen, die der Nachrichtenagentur AFP vorliegen.

Die Nachricht ist ein Schlag ins Gesicht für Trump-Anhänger. Denn der US-Präsident versprach, mehr Jobs in der Industrie zu schaffen - und damit nach China outgesourcte Arbeitsplätze in die USA zurückzuholen.

Eine Schiffsladung pro Tag verlässt China für das Label "Ivanka Trump"

Für die Kleidung, die unter dem Namen von Trumps Tochter Ivanka vertrieben wird, scheint das nicht zu gelten.

An jedem Arbeitstag soll AFP-Recherchen zufolge eine Ladung von Ivanka-Trump-Schuhen und anderen Produkten von China aus verschifft werden. Für die kommende Saison sollen demnach dort bereits 10.000 Trump-Schuhe geordert worden sein.

Die US-Zeitung "New York Times" schreibt: "Fast ihre (Ivankas, Anm. d. Red.) gesamten Waren werden in Übersee produziert" - und damit eben nicht in den USA.

Der Grund, warum die Ivanka-Artikel in China produziert werden, ist denkbar einfach: Es ist günstiger als die Produktion in den USA.

Ivanka Trump verteidigt sich

Ivanka Trump sieht ihr Verhalten aber nicht als Problem. Sie verteidigte sich in einem Interview: Sie sei eher Unternehmerin als Designerin - und habe keine Erfahrungen in der Produktion oder der Manufaktur.

Die Waren, die ihren Namen tragen, seien Lizenz-Produkte. Drei unterschiedliche Unternehmen produzieren und vertreiben laut Ivankas Aussage Ivanka-Trump-Produkte. Sie selbst könne nichts dafür, dass die Produkte in China gefertigt werden.

Das mag sein. Die Frage bleibt, wie lange Trumps Anhänger die Pläne des Präsidenten ernst nehmen, wenn sich nicht einmal die Präsidentenfamilie dafür einsetzt?

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(ben)