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Ehrliche Worte einer Mutter: "Ich wünschte, ich hätte mein Baby nie gestillt"

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Bei all der Fürsorge und Zeit, die Mütter ihrem neugeborenen Baby widmen, vergessen viele von ihnen, dass sie auch auf sich selbst acht geben müssen - und mitunter, ohne es zu merken, Dinge tun, mit denen sie sich nicht wohlfühlen.

Die Australierin Maddi Carter hat dieses Gefühl in einem wundervoll ehrlichen Post auf Instagram zum Ausdruck gebracht.

Die junge Mutter, die in ihrem Land als TV-Reality-Star bekannt ist, veröffentlichte ein Bild mit ihrem vier Monate alten Sohn Marlow und schrieb dazu: "Ich wünschte ich hätte mein Baby nie gestillt."

Mehr zum Thema: Dieses Foto zeigt einen emotionalen Moment, den nur stillende Mütter kennen

Damit aufzuhören sei für sie die beste Entscheidung gewesen, gesteht sie. Sie wolle offen darüber sprechen, auch wenn sie wisse, dass viele Mütter anderer Meinung seien.

I wish I never breastfed my baby. A strong statement and many would disagree but here's why... 3 weeks post stopping breastfeeding with my 4 month old I am a completely different person. I'm a better mum and better wife. I have more energy. I actually have gaps where bub is NOT on my body so I get to miss him a little. I have more time for my other son. I am more affectionate towards my husband. I don't dread going out in public. I enjoy my clothes again as I'm not leaking everywhere or having to wear uncomfortable maternity bras. I'm able to leave the house by myself without getting anxiety. I'm able to go to the gym again. I know I will cop alot of negative comments about this post but I think its important for mums to know that they have choices. There are so many different ways to be a mum. But what many mums forget is that MUM HAS TO BE HAPPY TOO. #breastfeeding #bottlefed #mum #baby

Ein Beitrag geteilt von Maddi & Lloyd (@maddi_and_lloyd) am

“Ich wünschte, ich hätte mein Baby nie gestillt. Das ist eine harte Aussage und viele Frauen werden mir wahrscheinlich widersprechen, aber ich will euch erklären, warum ich das sage. Vor drei Wochen habe ich aufgehört, mein vier Monate altes Baby zu stillen und ich fühle mich jetzt wie ein völlig anderer Mensch.

Ich bin eine bessere Mutter und eine bessere Ehefrau. Ich habe mehr Energie. Es gibt sogar Momente, in denen mein Kleiner NICHT auf meinem Körper liegt oder an mir hängt, sodass ich die Chance habe, ihn zu vermissen. Ich habe mehr Zeit für meinen anderen Sohn. Ich kann meinem Mann mehr Aufmerksamkeit zukommen lassen.

Ich fürchte mich nicht mehr davor, das Haus zu verlassen. Ich fühle mich in meiner Kleidung wieder wohl, jetzt wo ich nicht überall Milchflecken habe oder unbequeme Still-BHs tragen muss. Ich kann alleine rausgehen, ohne Angstzustände zu bekommen. Ich kann wieder ins Fitnessstudio gehen.

Ich weiß, ich werde für diesen Post viele negative Kommentare kassieren. Doch ich finde es wichtig, dass Mütter wissen: Sie haben die Wahl. Es gibt so viele verschiedene Wege, eine Mutter zu sein. Doch was viele Mamas vergessen, ist: AUCH EINE MUTTER MUSS GLÜCKLICH SEIN.”

Die Angst, für ihre ehrlichen Worte angefeindet zu werden, war unbegründet. Die Kommentare unter Carters Post sind ausschließlich positiv.

"Ich bin so froh zu hören, dass es nicht nur mir so geht"

Andere Mütter teilen ihre Gedanken und Erfahrungen mit dem Stillen unter dem Foto und pflichten der Australierin bei, dass Frauen nur dann stillen sollten, wenn sie sich damit wohlfühlen.

“Jeder Mensch hat seine eigene Geschichte und Gesundheit und Glück sind so wichtig für euer Kind und eure Familie”, schreibt eine Instagram-Nutzerin. “Wenn mehr Frauen aufstehen würden und sagen würden, wie sie sich wirklich fühlen - egal, ob es den Vorstellungen von anderen entspricht -, würden wir endlich beginnen zuzuhören, ohne zu verurteilen.”

“Ich bin so froh zu hören, dass ich nicht die Einzige bin, die sich so fühlt”, kommentiert eine andere Mutter.

Carter macht anderen Frauen mit ihrem Post Mut, das zu tun, was sie glücklich macht und sich nicht für gesellschaftliche Konventionen zu verbiegen.

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(mm)