Nur wer weiß, wer das Gericht zu essen bekommt, versteht, warum der Teller so leer ist

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Dass man heutzutage Mahlzeiten ästhetisch zurechtlegt und dann fotografiert, ist nichts Besonderes. Doch die Fotos, die der Neuseeländer Henry Hargreaves auf seiner Website veröffentlicht hat, haben eine tiefere Bedeutung als typische Instagram-Posts.

Informationen zum Verurteilten

Der 38-Jährige fotografierte sogenannte "Henkersmahlzeiten", also die letzte Mahlzeit, die ein zum Tode Verurteilter gewährt bekommt. Rechts neben dem Bild erfährt man, wer sich die Mahlzeit gewünscht hat und warum derjenige zum Tode verurteilt wurde. Die Mahlzeiten der Verurteilten sind auffällig unterschiedlich.

Eine letzte Olive

Allen Lee Davis, der wegen dreifachen Mordes zum Tode verurteilt wurde, wünschte sich zum Beispiel Hummer mit Knoblauchbrot. Der Mörder Timothy McVeigh bestellte ein Pfefferminz-Eis mit Schokolade. Victor Feguer, der ebenfalls wegen Mord verurteilt wurde, wünschte sich lediglich eine letzte Olive.

Die Fotos sind Nachbildungen

Der Fotograf Henry Hargreaves erklärt im Interview mit "Noizz“, dass diese Fotos Nachbildungen seien und er die Informationen aus dem Internet habe. Die Henkersmahlzeit ist bereits seit Langem allgemein umstritten. Kritiker betonen, dass die Opfer der Verurteilten auch nicht nach ihrer letzten Mahlzeit gefragt worden seien.

Die sehr unterschiedlichen, aber eindrucksvollen Bilder seht ihr oben im Video.


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(jds)