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20/02/2017 13:03 CET | Aktualisiert 21/07/2017 11:18 CEST

Demokratische Erziehung: Darauf sollten Eltern für ihr Kind achten

Martin Novak via Getty Images
Im demokratischen Erziehunngsstil werden den Kindern Orientierungshilfen gegeben, aber keine strengen Vorgaben.

  • In der demokratischen Erziehung gelten für jedes Familienmitglied die gleichen Rechte und Pflichten

  • Entscheidungen trifft man oftmals durch Abstimmungen

  • Aggressionen sind nicht geduldet, während man eine sachliche Auseinandersetzung fördert

Der demokratische Erziehungsstil ist heute außerordentlich populär und löste den in den 60er- und 70er-Jahren propagierten antiautoritären Erziehungsstil ab.

Innerhalb des demokratischen Konzepts lässt man den Kindern die notwendigen Freiheiten, damit sie ihre eigenen Grenzen entdecken und ihre Persönlichkeit kindgerecht entfalten.

Gleichzeitig greifen die Eltern mit helfenden und lenkenden Händen ein und weisen die Richtung.

Orientierungshilfen statt strenger Vorgaben

Die Orientierung erfolgt vor allem durch die Eltern. Im demokratischen Erziehungskonzept geben die Eltern und die Erzieher den Kindern Orientierungshilfen, aber keine feststehenden Maßgaben.

Das Verhältnis im Zusammenwirken der eigenen Entscheidungen des Kindes mit der Autorität der Erwachsenen ist bei dieser Erziehungsmethode ausgewogen.

Die Lernbereitschaft des Kindes fördert man mit leichtem Druck und Motivation. Die sozialen Kompetenzen erwerben die Mädchen und Jungen durch die wertschätzende Erziehung und durch die Einordnung in demokratische Strukturen innerhalb der Familie.

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Das Konzept erfordert eine hohe Kommunikations- und Interaktionsbereitschaft der Eltern und Erzieher.

Teamfähigkeit erlernt das Kind durch den demokratischen Erziehungsstil, indem es sich dem Mehrheitsentscheid oder der Autorität der Erwachsenen beugt, ohne dass das Selbstbewusstsein auf der Strecke bleibt.

Das gemeinschaftliche Interesse steht im Vordergrund

In schwierigen Situationen, die es in jeder Familie gibt, ist der soziale Kern der demokratischen Erziehung ebenfalls gefordert. Hilfe und Unterstützung bietet man sich gegenseitig an und erhält sie voneinander.

Die individuellen Interessen des Einzelnen ordnet man – in einem gewissen Maß – dem Wohlergehen der Mehrheit unter, was die Ausprägung starker Egoismen verhindert.

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Im Unterschied zur antiautoritären Erziehung stehen nicht ausschließlich die Persönlichkeit des Kindes und seine individuellen Bedürfnisse im Vordergrund, sondern das Wohlergehen der anderen.

Eine intensive Kommunikation und die Einbettung des Kindes in ein liebevolles familiäres Umfeld prägt die Entwicklung des Kindes.

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(tasc/cho)