Alternative Erziehung baut auf Zuwendung und Lob - das steckt dahinter

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HAPPY CHILD
Grundsatz der alternativen Erziehungsmethoden ist die gezielte Förderung des Kindes durch Lob. | wundervisuals via Getty Images
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  • Die Erzieher bieten dem Kind bewusst Alternativen zur Entscheidungsfindung an
  • Pädagogische Elemente, wie aktives Zuhören, Zuwendung und Lob, sind zentrale Bestandteile dieser Erziehung
  • Das Kind erhält Unterstützung zur altersgerechten Entwicklung

Die alternative Erziehung beinhaltet mehrere Erziehungskonzepte: die Heilpädagogik, die Montessori-Pädagogik, die Pikler-Pädagogik und die Waldorf-Pädagogik.

Alle haben die Gemeinsamkeit, der gezielten Förderung des Kindes durch Zuwendung und Lob zu dienen. In der Ausführung unterscheiden sie sich aber inhaltlich und abhängig von der Erziehungsgruppe.

Das Konzept der Heilpädagogik

Bei der Heilpädagogik fördert man gezielt die Kinder, deren Entwicklungsstand hinter dem von gleichaltrigen Kindern zurückgeblieben ist, erklärt eine Informationsseite.

Mit Spieltherapie oder Rhythmik setzt man gleichzeitig pädagogische Elemente und Therapieformen zur Förderung ein.

Durch die Heilpädagogik gibt man behinderten Kindern und Kindern mit Verhaltensauffälligkeiten eine Möglichkeit, neue Fertigkeiten zu erlernen und das Sozialverhalten zu schulen.

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Die Montessori-Pädagogik

Die Erziehungslehre der Italienerin Maria Montessori setzt auf die Stärkung der Selbstständigkeit des Kindes.

Innerhalb von sensiblen Phasen, in denen die Kinder bestimmte Fähigkeiten für die Lernprozesse mitbringen, ermutigt der Erziehende sie, offen und frei Neues zu erproben, um für sich herauszufinden, wo die persönlichen Neigungen und Fähigkeiten liegen.

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Die Erzieher bieten ihre Unterstützung an und fördern durch das Angebot an Lerninhalten den natürlichen kindlichen Antrieb zum Lernen. Die Umsetzung erfolgt hierbei durch das Kind.

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Die Pikler-Pädagogik

Das individuelle Tempo jedes einzelnen Kindes steht im Zentrum der Pikler-Pädagogik.

Die Erzieher respektieren die Eigeninitiative des Kindes und unterstützen es in seinem natürlichen Trieb zur Selbstständigkeit, wozu ebenfalls ein gesunder Bezug zum eigenen Körper gehört.

Ein wertschätzendes und liebevolles Umfeld ist in der Pikler-Pädagogik die Voraussetzung für eine gute Eltern-Kind-Beziehung und jeder Kontakt, verbal oder über die Körpersprache, verlangt volle Aufmerksamkeit.

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(tasc/cho)

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