Sohn aus Klinik in NRW verschwunden: Chat-Verlauf versetzt Mutter in Angst und Schrecken

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KRANKENHAUS
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Seit dem Mittwoch wird der 24-jährige Tim M. vermisst. Die Sorge seiner Mutter Heike M. ist deshalb besonders groß, da der junge Mann zuletzt in der LVR- Klinik in Düren wegen Depressionen behandelt wurde. Das berichtet die Kölner Zeitung "Express".

Am Mittwoch erhielt sie von ihrem Sohn per Whatsapp eine äußerst beunruhigende Nachricht.

Chat-Verlauf vom 8.März 2017:

Tim:
Es tut mir leid (15:29)
Ich liebe dich (15:29)

Heike M.:
Tim! (17:28)
Bitte nicht (17:29)

Tim M. war vor etwa drei Wochen nach einem Suizidversuch in die Klinik eingeliefert worden. Zur Behandlung seiner schweren Depressionen war er zunächst in der geschlossenen Abteilung untergebracht worden.

Dann allerdings schienen die Therapien anzuschlagen, sodass man Tim vor wenigen Tagen auf die offene Station verlegte.

Zuletzt wurde Tim am Mittwochmorgen gesehen

Dort wurde er zuletzt am Mittwochmorgen gesehen, als er einen Gesprächstermin wahrnahm. Zu der für den Nachmittag angesetzten Sitzung allerdings erschien der 24-Jährige nicht mehr.

Als Heike M. gegen halb sechs Uhr abends die verstörende Nachricht ihres Sohnes bei Whatsapp las, wandte sie sich sofort an die Klinik. Dem "Express" sagte sie: „Dort ist zu diesem Zeitpunkt noch niemandem aufgefallen, dass mein Junge spurlos verschwunden ist.“

Die Klinik alarmierte daraufhin die Polizei und meldete den jungen Mann als vermisst. Doch trotz Fahndung konnten die Beamten den 24-jährigen Mann nicht ausfindig machen.

Die verzweifelte Heike M. hofft nun auf private Unterstützung. Mithilfe eines Facebook Aufrufes konnte die Mutter viele ehrenamtliche Helfer gewinnen. Dazu gehört auch ein Suchtrupp aus Köln, der hofft mit Hilfe von Spürhunden endlich Tims Aufenthaltsort zu finden. Dabei konzentrieren sie sich besonders auf die Umgebung der Klinik, wo das Handy von Tim M. zuletzt geortet wurde.

„Wir sind zusammen mit mehreren Helfern vom Medical Service Düren e. V. im Einsatz und wollen Tim unbedingt wiederfinden. Ein Team hat sich auf den Weg zum zweiten Sichtungsort gemacht und sucht jetzt dort nach dem Vermissten“, sagte der Kölner Staffelführer Gernot Sieger.

Die Polizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung

Bislang blieb die Suchaktion leider ohne Erfolg. Die Polizei bittet um Hilfe aus der Bevölkerung. Zum Zeitpunkt seines Verschwindens trug Tim ein weißes Hemd, darunter ein schwarzes T-shirt sowie eine blaue Hose. Sollte jemand Tim gesehen haben oder wissen, wo er sich befindet, soll er über den Notruf 110 die nächste Polizeistelle alarmieren.

(jg)