UN warnt vor größter humanitärer Katastrophe seit 1945 - so können wir alle helfen

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SOUTH SUDAN
UN warnt vor größter humanitärer Katastrophe seit 1945 - so können wir alle helfen | ALBERT GONZALEZ FARRAN via Getty Images
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  • Die Vereinten Nationen warnen vor der größten humanitären Katastrophe seit dem Zweiten Weltkrieg
  • und 20 Millionen Menschen in vier Ländern sind nach UN-Angaben akut vom Hungertod bedroht
  • Es gibt einfache Wege, wie wir alle helfen können, die Not zu lindern

Rund 20 Millionen Menschen in vier Ländern sind nach UN-Angaben akut vom Hungertod bedroht. "Bereits zu Beginn des Jahres erleben wir die größte humanitäre Katastrophe seit Gründung der Vereinten Nationen", sagte UN-Nothilfekoordinator Stephen O'Brien dem Weltsicherheitsrat am Freitag.

Ohne "gemeinschaftliche und koordinierte globale Anstrengungen werden die Menschen einfach verhungern", sagte O'Brien.

Er forderte eine sofortige finanzielle Hilfe für den Jemen, den Südsudan, Somalia und den Nordosten Nigerias sowie einen sicheren und uneingeschränkten Zugang zu den Ländern für Helfer, "um eine Katastrophe abzuwenden".

Konkret brauche die Nothilfe rund 4,4 Milliarden Euro (rund 4,12 Milliarden Euro) bis Juli. Ohne eine beachtliche finanzielle Zuwendung würden Kinder wegen Unterernährung verkümmern und nicht zur Schule gehen können.

Wirtschaftliche Errungenschaften würden rückgängig gemacht und "Existenzen, Zukunftsaussichten und Hoffnung" zerstört, sagte der Nothilfekoordinator.

Größte Katastrophe erleidet der Jemen

Die UN und anderen Organisationen sprechen von einer Hungersnot unter anderem dann, wenn 30 Prozent der Kinder unter fünf Jahren an einer akuten Unterernährung leiden. Die größte humanitäre Katastrophe erleidet nach Angaben O'Briens derzeit der Jemen.

Zwei Drittel der Einwohner dort, rund 18,8 Millionen Menschen, benötigten Hilfe. Sieben Millionen Menschen litten Hunger und wüssten nicht, woher ihre nächste Mahlzeit käme. Das seien drei Millionen Menschen mehr als noch im Januar. 48 000 Menschen seien in den vergangenen zwei Monaten vor dem Konflikt geflohen.

Bei einem Besuch im Jemen habe er Vertreter der Regierung und der Huthi-Rebellen getroffen, berichtete O'Brien. Alle hätten zugesichert, dass Helfer Zugang zu dem Land erhielten. "Jedoch verweigern alle Parteien des Konflikts einen nachhaltigen Zugang für humanitäre Hilfe und politisieren diese", sagte der UN-Koordinator. Für die Hilfe im Jemen würden rund 2,1 Milliarden Dollar benötigt.

Er habe auch Südsudan besucht. Dort sei die Situation schlimmer als jemals zuvor. "Die Hungersnot im Südsudan ist von Menschenhand gemacht." Dort bräuchten 7,5 Millionen Menschen Hilfe. 3,4 Millionen Südsudanesen seien auf der Flucht, allein 200 000 hätten das Land seit Januar verlassen. O'Brien schätze, dass rund eine Millionen Kinder dort stark unterernährt seien.

Auch in Somalia sei die Lage verheerend, berichtete der UN-Nothilfekoordinator. Die Hälfte der Bevölkerung, rund 6,2 Millionen Menschen, benötigten humanitäre Hilfe. Er habe gesehen, wie dort Frauen und Kinder auf der Suche nach Essen und Wasser für Wochen zu Fuß unterwegs gewesen seien.

So können wir helfen

Auch wir können etwas gegen die Hunger-Katastrophe tun - mit geringem Aufwand. Auf Deutschlands größter Spendenplattform "Betterplace" kann jeder etwa einen kleinen Beitrag zum UN World Food Programme im Südsudan leisten, um die Menschen zu unterstützen.

Hier kannst du helfen: Gemeinsam mit Betterplace gegen den Hunger

Unicef, das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, hat ebenfalls eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Mit nur 70 Euro kann etwa ein Kind im Südsudan zwei Monate lang ernährt werden. Im östlichen und südlichen Afrika setzt sich Unicef für akut mangelernährte Kinder ein.

Hier kannst du helfen: Gemeinsam mit Unicef gegen den Hunger

Bei der "Aktion Deutschland hilft", eine Vereinigung aus 24 Hilfsorganisationen, kann jeder von uns einen beliebigen Betrag spenden - um die Hungersnot einzudämmen.

Hier kannst du helfen: Gemeinsam mit der "Aktion Deutschland hilft" gegen den Hunger

Die SOS Kinderdörfer haben es sich zur Aufgabe gemacht, den Kleinsten unserer Gesellschaft ein besseres Leben zu ermöglichen. Gerade in Krisenzeiten sollte jeder von uns einen Beitrag leisten. Bei den SOS Kinderdörfern könnt ihr entweder einen beliebigen Betrag spenden, oder eine Patenschaft für ein Kind übernehmen. So begleitet ihr es Schritt für Schritt in ein neues Leben.

Hier kannst du helfen: Gemeinsam mit den SOS Kinderdörfern gegen den Hunger

Übrigens: Spenden zu einem gemeinnützigen Zweck könnt ihr von der Steuer absetzen.

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