"Moonlight" im Kino: Worum es im Oscar-Liebling geht

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MOONLIGHT
"Moonlight" hat bereits für viel Aufmerksamkeit gesorgt. Nun kommt der oscarprämierte Film über die Jugend des Afro-Amerikaners Chiron auch in die deutschen Kinos | A24
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  • Am 9. März kommt der Oscar-Gewinner für den besten Film in die deutschen Kinos
  • Filmfans sagen: "Moonlight" sollte man auf keinen Fall verpassen
  • Eine schwierige Jugend in Miami und ihre Folgen

Diese Woche startet mit "Moonlight" ein Film in den deutschen Kinos, der seit der Oscar-Verleihung sehnlichst erwartet wird. Es geht um die schwierige Jugend des Afroamerikaners Chiron, veranschaulicht in drei verschiedenen Altersstufen.

Jede Woche kommen neue Filme ins Kino - doch welche sollte man auf keinen Fall verpassen? isnotTV, Partner von Huffington Post stellt euch hier jede Woche den Kinofilm der Woche vor. Wir haben für euch den absoluter Hingucker, den ihr nicht versäumen solltet.

"Moonlight"

Little, Chiron und Black - so heißen die drei Kapitel, die das Leben von Chiron erzählen. In jedem wird er von einem anderen Schauspieler gespielt: erst von Ashton Sanders, dann von Alex R. Hibbert, zuletzt übernimmt Trevante Rhodes die Rolle.

Die Ausgangssituation für ‘Little’ ist denkbar schlecht: Er hat eine drogensüchtige Mutter (Naomi Harris) und wird von anderen Kindern gehänselt. Daraus entsteht ein immer größerer Kampf um sein eigenes Selbstwertgefühl.

In dem Drogendealer Juan (Mahershala Ali, der für seine Rolle einen Oscar gewonnen hat) findet Chiron einen Mentor. Er bekommt von ihm die wichtigen Grundsätze des Lebens, doch auch sie können ihn nur minder vor den Grausamkeiten der Pubertät schützen.

Als Teenager ist Chiron dürr und schmächtig - regelmäßig macht er Bekanntschaft mit jugendlichen Schlägertrupps. Aber auch die erste Liebe zu einem Mitschüler erblüht.

Als erwachsener Mann kehrt Chiron viele Jahre später nach Miami zurück, dass er wegen anhaltender Grausamkeiten verlassen hat. Er nennt sich nun Black, ist muskelbepackt und hat Goldschmuck auf den Zähnen. Bei seiner Mutter und seinem Jugendfreund Kevin hilft ihm dieses harte Äußere aber nichts.

Oscars so black

"Moonlight" gewann bei den Oscars unter anderem in der Kategorie “bester Film”. Die Produktion basiert auf dem Theaterstück “In Moonlight Black Boys Look Blue” von Tarell Alvin McCraney.

Der Film ist neben seiner einfühlsamen Erzählweise auch wegen seines “All Black”-Charakters besonders aufgefallen. War im Jahr 2016 kein einziger schwarzer Schauspieler bei den Oscars nominiert, so wurde dieses Jahr ein Film, dessen Schauspieler und Regisseur (Barry Jenkins) Afroamerikaner sind, zum “Best Picture” gewählt.

Viele Kritiker sehen darin ein Zeichen, dass ein neues Bewusstsein für künstlerische Vielfalt in der Academy eingezogen ist. Ab Donnerstag können sich Kinofans ein eigenes Bild von diesem in jedem Fall außergewöhnlichen Film machen.