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10/03/2017 04:52 CET | Aktualisiert 10/03/2017 09:33 CET

Martin Schulz fordert Kanzlerin Merkel zum Fernseh-Duell heraus

UWE LEIN via Getty Images
Herausforderer Martin Schulz fordert ein Fernsehduell mit Angela Merkel

  • Im einem Interview mit der "Bild" fordert SPD-Kanzlerkandidat Schulz Kanzlerin Merkel zu einem Fernseh-Duell auf

  • Auch zum Konflikt mit der türkischen Regierung sagte er seine Meinung

  • In der Türkei-Frage liege es am jeweiligen Kanzler zu sagen "Jetzt reicht's!"

Offenbar wird Martin Schulz von seinem eigenen Erfolg überrumpelt. Im Gespräch mit der "Bild"-Zeitung sagte der SPD-Kanzlerkandidat: "Ich bin kein Popstar, sondern Politiker. Aber manchmal frage ich mich schon: Kann das alles wirklich sein? Aber dann freue ich mich. Ich will schließlich Kanzler werden."

Zugleich warf er Kanzlerin Angela Merkel den Fehdehandschuh hin: Auf die Frage, ob es nur das übliche eine TV-Duell mit ihr oder vielleicht doch mehr geben werde, sagte Schulz: "Ich stehe zur Verfügung – ich mache so viele, wie Frau Merkel sich traut ..."

Was geschah vor 37 Jahren?

Doch Schulz will sich auch bodenständig geben. Er neige weder zu übertriebener Euphorie noch lasse er sich von Rückschlägen einschüchtern. "Seit dem 26. Juli 1980 weiß ich, wie wichtig es ist, eine stabile, innere Mitte zu haben."

Dass er sich an das genaue Datum erinnert, überrascht natürlich. Der Grund dafür: "An diesem Tag vor fast 37 Jahren habe ich das letzte Bier getrunken."

Nazi-Vorwurf ist für Schulz eine rote Linie

Nebst möglichen Starallüren und Bier-freien Jahrzehnten stand aber auch weit Nüchterneres auf dem Programm der "Bild"-Journalisten. Sie fragten Schulz: "Und wie würden Sie mit Erdogan umgehen? Würden Sie ihm als Kanzler sagen, er soll gefälligst zu Hause bleiben?“

Der türkische Präsident sei in Deutschland willkommen, antwortete Schulz. Aber man werde nicht erlauben, dass politische Konflikte aus der Türkei in Deutschland ausgetragen würden. Erdogan müsse sich an die Regeln halten. "Das sollte ihm die Kanzlerin klarmachen."

Es liege am jeweiligen Kanzler zu sagen "Jetzt reicht‘s!", wenn türkische Regierungsmitglieder Deutschland Nazi-Methoden vorwerfen. Da werde eine rote Linie überschritten, machte Schulz klar.

Auch auf HuffPost:

So deutlich wie Martin Schulz hat noch kein deutscher Spitzenpolitiker Erdogan kritisiert

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(mf / bp)

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