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10/03/2017 13:35 CET | Aktualisiert 10/03/2017 14:01 CET

Düsseldorfer Axt-Attentäter war bereit, sich erschießen zu lassen

DPA
Düsseldorfer Axt-Attentäter hätte Erschießung durch Polizei in Kauf genommen

  • Ein Mann hat mit einer Axt fünf Menschen im Düsseldorfer Hauptbahnhof angegriffen

  • Auf der Flucht ist der mutmaßliche Täter von einer Brücke gesprungen - und konnte danach festgenommen werden

  • Nun kommt raus: Der Täter hätte wohl auch eine Erschießung durch die Polizei in Kauf genommen

Am Donnerstagabend hat ein Mann neun Menschen im Düsseldorfer Hauptbahnhof mit einer Axt verletzt, vier von ihnen schwer.

Der Kriminaldirektor der Landespolizei, Dietmar Kneip, erklärt den Tathergang bei einer Pressekonferenz am Freitag so: "Der Täter saß in der S28 und hat beim Verlassen mit der Axt von hinten auf die Fahrgäste eingeschlagen. Einem Fahrgast gelang es, den Täter hinauszuschubsen."

Als der 36-jährige Täter zurück in die S-Bahn gehen wollte, schloss der Fahrer die Tür und hinderte ihn so daran.

Noch im Bahnhof nahmen Polizisten der Bundespolizei und Reisende die Verfolgung des 36 Jahre alten Verdächtigen auf. Dieser konnte nach einem Sprung von einer Brücke überwältigt werden. Derzeit befindet sich der mutmaßliche Täter im Krankenhaus in Behandlung. Derzeit ist er noch nicht vernehmungsfähig.

Täter hätte Erschießung in Kauf genommen

"Bei einer ersten Vernehmung sagte der Täter, dass er es in Kauf genommen hätte, wenn die Polizei ihn mit Schüssen stoppt. Ihn erschossen hätte", sagte der Vorsitzende der Landespolizei Nordrhein-Westfalens, Dietmar Kneib, bei einer Pressekonferenz am Freitag.

Der mutmaßliche Täter soll in Wuppertal wohnen. Er stamme aus dem Kosovo und habe einen Aufenthaltsstatus. Die Polizei geht von einem Einzeltäter aus, er soll wegen Suizidabsichten bereits in einer Psychiatrie gesessen haben, berichtet die "Rheinische Post" unter Berufung auf Sicherheitskreise.

Das jüngste Opfer der Attacke ist 13 Jahre alt, es wurde schwer verletzt. Die weiteren Opfer sind zwischen 30 und 50 Jahre alt.

Mehr zum Thema: Augenzeuge von der Axt-Attacke in Düsseldorf: "Ich habe mich vor die Kinder gestellt"

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