NACHRICHTEN
09/03/2017 16:47 CET

"GoT"-Star Tom Wlaschiha: "Ich will auf dem Eisernen Thron sitzen!"

Tom Wlaschiha als mysteriöser Auftragskiller Jaqen H'gahr in

Als Meister-Assassine Jaqen H'gahr in "Game of Thrones" hat es der in Dohna geborene Schauspieler Tom Wlaschiha (43) zu weltweitem Ruhm gebracht. Über Westeros, Braavos und Umgebung macht ihm so schnell keiner etwas vor, möchte man meinen. Warum allerdings selbst ihm die komplexe Handlung der Erfolgsserie mitunter Schwierigkeiten bereitet, weshalb Arya Stark nicht unbedingt eine von den Guten sein muss, und wem er es gönnen würde, am Ende auf dem Eisernen Thron Platz zu nehmen - das alles verriet Wlaschiha anlässlich des Starts der sechsten Staffel bei RTL II (11. März, ab 20:15 Uhr) im Interview mit spot on news.

Herr Wlaschiha, würden Sie sich als typisch Deutsch bezeichnen, wenn es um Pünktlichkeit geht?

Den Film "Frisch gepresst" mit Tom Wlaschiha können Sie hier bestellen

Tom Wlaschiha: Ich bemühe mich schon immer, pünktlich zu sein. Ich warte auch nicht gerne auf andere.

maxage: 0,

isRTL: false,

fallback: false,

layout: "indiv",

playercolor: "light",

playlist: "false",

autoplay: "mouse",

hideitems: "bottom",

color: "ffffff",

bgcolor: "ffffff",

bg: "08396A",

font: "arial",

userwidth: "100%",

publisher: "huffingtonpost",

dynmode: "manual",

dynusetypes: "",

mainteaser: 0,

search: "Tom Wlaschiha",

videos: "",

dovisible: false,

ignore: [""],

nocaplist: ""

}

Das wird man am Set von "Game of Thrones" ganz gerne gesehen haben, oder?

Wlaschiha: Ja, obwohl man da sehr viel Zeit rumsitzt und wartet. Das ist bei jedem Dreh so, aber bei "Game of Thrones" noch einmal ganz besonders. Da sind es natürlich immer riesen Aufbauten. Ehe alleine das perfekte Licht gefunden ist, alle Kerzen angezündet sind, dauert mitunter Stunden.

Bei kaum einer Serie sind Spoiler ein so großes Thema, wie bei "Game of Thrones". Wie sehr stören Sie Spoiler?

Wlaschiha: Also bei "Game of Thrones" kann man mich schlecht spoilern, da hab ich inzwischen den Überblick darüber verloren, was los ist. Über weite Strecken jedenfalls, ich übertreibe jetzt ein bisschen. Aber grundsätzlich nervt es mich natürlich sehr, wenn ich gerade eine Serie gucke und dann irgendetwas erfahre, was man eigentlich noch nicht wissen sollte.

Fachsimpeln Sie gerne mit Hardcore-Fans über die Serie?

Wlaschiha: Bei Hardcore-Fans kommt es durchaus vor, dass ich in Verlegenheit gerate. Das Ganze zieht sich jetzt über sieben Jahre hin. Die Geschichte bestimmt mein Leben und trotzdem habe ich keinen genauen Überblick mehr, was bis ins kleinste Detail passiert. Ich kenne die grobe Geschichte, ich kenne meine Geschichte, aber mit den unzähligen Theorien der Fans kann ich nicht immer mithalten.

Auf einer Skala von Jon Schnee bis Ramsay Bolton - wo würden Sie Ihre Figur Jaqen H'gahr ansiedeln?

Wlaschiha: Genau in der Mitte, würde ich sagen. Es ist bei Figuren von "Game of Thrones" generell immer schwierig, ihre Gesinnung zu erkennen. Es gab schon viele Figuren, die zuerst sehr positiv daherkamen und sich plötzlich gewandelt haben - und umgekehrt. Auch wenn man sich bei Jon Schnee wohl recht sicher sein kann, dass er sich nicht zum Bad Guy entwickelt. Jaqen H'gahr steht im Grunde über den Dingen.

Allerdings bringt er auch viele Menschen scheinbar ohne Grund um...

Wlaschiha: Das stimmt, aber die Faceless Men begreifen den Tod nicht als Strafe, sondern als das höchste Geschenk, das man geben kann. Es sind zumeist Menschen, die krank sind, nicht mehr leben wollen. Der Auftragskiller-Job ist nur ein kleiner Nebenerwerb.

Die Staffeln zuvor waren allesamt sehr deprimierend. Die neuen Folgen haben dagegen fast etwas Kathartisches.

Wlaschiha: Das ist immer die große Frage. Das Gute siegt zwischendrin auch hin und wieder. Im großen Endspiel weiß man nicht, wo es hingeht. Das ist ja das Geniale an der Serie: es ist wie im richtigen Leben.

Eine dieser Guten ist Maisie Williams alias Arya Stark...

Wlaschiha: Ob Arya wirklich eine von den Guten ist, wird man noch sehen. Ich finde das immer sehr interessant, wenn die Leute ganz überzeugt sagen, dass Arya eine von den Guten ist. Ich meine, sie hat mindestens schon genauso viele Menschen umgebracht, wie ich!

Apropos: Zu Beginn der Serie durfte sich Arya von Ihrem Charakter drei Menschen aussuchen, die sterben sollen. Welche Figuren hätten Sie sich ausgesucht?

Wlaschiha: Es gibt so viele Fans die sich fragen, warum sie nicht Joffrey oder Cersei genommen hat. Woraufhin ich immer antworte, dass sie froh darüber sein sollten. Sonst wäre nach Staffel zwei Schluss gewesen. Ich denke daher, dass sie schon die richtigen Personen ausgesucht hat.

Und wem würden Sie es gönnen, am Ende auf dem Eisernen Thron zu sitzen?

Wlaschiha: Ach, da bin ich schon loyal und würde es Arya gönnen. Ich würde aber auch gerne auf dem Eisernen Thron sitzen!

Was könnten sich deutsche Produktionen von "Game of Thrones" abgucken?

Wlaschiha: Es tut sich ja einiges, aber noch nicht genug. Das hängt denke ich mit der deutschen Mentalität zusammen. Man ist sehr auf Sicherheit bedacht, möglichst jedes Risiko soll kalkuliert werden - was im kreativen Bereich natürlich tödlich ist. Ich kann es nur immer wieder sagen: mehr Mut zum Risiko. Dann muss es aber auch erlaubt sein, scheitern zu dürfen.

Sponsored by Trentino