Muslime und Schwule als Schützenkönige? Vereine wollen Regelungen überarbeiten

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GEDIK
Der Muslim Mithat Gedik hatte eine Debatte in Schützenvereinen ausgelöst | dpa
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  • Ausgerechnet die katholischen Schützen werden zum Vorreiter der Integration
  • Der konservative Dachverband der Schützenvereine will seine Regelungen für Muslime und Homosexuelle überarbeiten
  • Ein muslimischer Schützenkönig hatte vor zwei Jahren eine interne Debatte losgetreten

Über zwei Jahre nach der Debatte um einen muslimischen Schützenkönig im westfälischen Werl bahnt sich eine neue Ära bei den katholischen Schützen in Deutschland an.

Bei der Bundesvertreterversammlung am Sonntag in Leverkusen soll eine Lockerung der Regeln beschlossen werden. Damit sollen Muslime in die Gesellschaften aufgenommen werden können und Homosexuelle mit ihrem Lebenspartner als Königspaar auftreten dürfen.

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Geregelt wird dann auch der Umgang mit Schützenbrüdern, die aus der Kirche ausgetreten sind. Die Vereine selbst sollen entscheiden, ob und wie sie mit den neuen Möglichkeiten umgehen, wie der Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften mitteilte.

2014 hatte eine Debatte um den muslimischen Schützenkönig Mithat Gedik die katholischen Schützen beschäftigt. Der Dachverband mit rund 400.000 Mitgliedern in rund 1200 Gesellschaften hatte den Deutschen mit türkischen Wurzeln vergeblich zum Abdanken gedrängt, weil Muslime nicht Schützenbruder sein durften.

Mit den Neuerungen will der Dachverband auf die veränderte Lebenswirklichkeit der Vereine reagieren.

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