"Lena Lorenz" erbt den Sendeplatz vom "Bergdoktor" - so reagiert Aulitzky darauf

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Patricia Aulitzky als Hebamme Lena Lorenz in der gleichnamigen ZDF-Serie

"Lena Lorenz" ist zurück. In vier neuen Folgen der beliebten ZDF-Serie schlüpft Patricia Aulitzky (immer donnerstags um 20:15 Uhr) wieder in die Rolle der eigensinnigen Hebamme. Die Heimatfilm-Reihe beerbt damit den Sendeplatz vom "Bergdoktor", der regelmäßig für Traumquoten sorgt. Wie groß der Druck ist, ähnlich gut abzuliefern und warum ihr die Rolle jedes Jahr mehr ans Herz wächst, erklärt die 37-jährige Schauspielerin im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news.

"Lena Lorenz" startet in die dritte Staffel. Hatten Sie zu Beginn der Reihe mit so einem Erfolg gerechnet?

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Patricia Aulitzky: Natürlich habe ich gehofft, dass der Zuschauer die Figur der "Lena Lorenz" annimmt und ihr folgt, aber mit einem so großen Erfolg habe ich nicht gerechnet. Das ist überwältigend.

Was glauben Sie, warum kommen die Geschichten vom Lorenzhof so gut beim Publikum an?

Aulitzky: Mit der Figur "Lena Lorenz" kann sich der Zuschauer sehr gut identifizieren, weil sie in ihrer Vielschichtigkeit eine sehr greifbare Figur ist. Ihre Ecken und Kanten, ihre Flüche, aber auch ihre Empathie und die universellen Probleme mit denen sie kämpft, machen sie sehr menschlich, authentisch. Die Geschichten mit ihr und rund um sie, sind eingebettet in ein tolles Ensemble von Familie und Freunden, wo der Zuschauer sich auch ein bisschen zu Hause fühlen kann.

"Lena Lorenz" beerbt den Donnerstagsplatz vom "Bergdoktor", der regelmäßig für Traumquoten sorgt. Wie groß ist der Druck ähnlich gut abzuliefern?

Aulitzky: Ich als Schauspielerin mache mir über solche Dinge keine Gedanken, sondern will eine gute Arbeit liefern bzw. eine Rolle authentisch leben. Wenn die Geschichten stimmen und man Menschen berühren kann, werden sie hoffentlich auch gerne einschalten. Und diese ganze "Quotenthematik" ist etwas für Programmdirektoren und Medienforscher, nicht für mich als Schauspielerin. Da zählt erst einmal die Rolle und dann kommt irgendwann die Quote, nicht andersherum.

Schauen Sie sich privat selbst gerne Heimatfilme bzw. -serien an?

Aulitzky: Ich weiß gar nicht, ob ich das laut sagen darf, aber ich habe gar keinen Fernseher. Mich interessieren gute Geschichten, die berühren, in welchem Umfeld ist mir egal.

Würden Sie sich selbst eher als Landei oder Großstadtpflanze bezeichnen?

Aulitzky: Beides. Ich brauche mal das eine, mal das andere, ich kenne und lebe beides.

Ihr Vater ist Gynäkologe, was hält er von Ihrer Rolle als Hebamme? Holen Sie sich ab und an einen professionellen Rat von ihm ein?

Aulitzky: Ich glaube, er mag diese Rolle an mir sehr gerne; ist ihm lieber als wenn ich z. B. erhängt werde oder gerade alle meine Kinder in einem Film verliere. Manchmal habe ich schon Fragen zu bestimmten medizinischen Ausdrücken gehabt, die mir nicht so klar waren. Da war es natürlich praktisch, dass ich ihn anrufen konnte.

Träumen Sie selbst davon, eine eigene Familie zu gründen?

Aulitzky: Schon. Aber die Umstände müssen halt passen und das kann man oft nicht selbst beeinflussen. Man kann aber sicher auch als Frau ohne Kinder ein glückliches Leben führen.

Ist Ihnen Lena Lorenz mittlerweile ans Herz gewachsen. Wie lange würden Sie die Rolle gern noch spielen?

Aulitzky: Lena wächst mir jedes Jahr wieder neu ans Herz, gerade weil wir in vielem sehr unterschiedlich sind. Wir werden sehen, was die Zukunft für sie uns mich bereithält.

Gibt es eine Traumrolle, die Sie unbedingt einmal spielen wollen?

Aulitzky: Da ich selbst singe und schauspiele, wäre einmal eine Kombination aus beidem ein Traum, z.B. so etwas wie "Walk the line" über Johnny Cash. Doch wer traut sich das im deutschsprachigen Raum?

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