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08/03/2017 15:04 CET | Aktualisiert 08/03/2017 16:01 CET

Wikileaks-Enthüllungen: Generalbundesanwalt will CIA-Dokumente prüfen

REUTERS FILE PHOTO / Reuters
Wikileaks-Enthüllungen: Generalbundesanwalt will CIA-Dokumente prüfen

  • Die Wikileaks-Enthüllungen über die Hacking-Aktivitäten der CIA beschäftigen die Bundesanwaltschaft

  • Die Behörde sucht nach Beweisen für kriminelle Aktivitäten

  • Am Dienstag war bekannt geworden, dass die CIA weltweit Computer und Smartphones hackt

Die Bundesanwaltschaft hat sich im Fall der neuesten Wikileaks-Enthüllungen eingeschaltet. Das meldet die Nachrichtenagentur Reuters. "Wir werden eine Untersuchung einleiten, um nach Beweisen für konkrete kriminelle Aktivitäten und möglichen Tätern zu suchen", sagte demnach ein Sprecher. "Wir untersuchen die Dokumente besonders gründlich."

Am Dienstag wurde bekannt, dass der US-Auslandsgeheimdienst eine eigene Programmiertruppe aufgebaut hat, um systematisch Sicherheitslücken und Schwachstellen in Smartphones, Computern aber auch Fernsehgeräten oder Telefonanlagen auszunutzen. Das geht aus mehr als 8000 Dokumenten hervor, die von der Enthüllungsplattform Wikileaks veröffentlicht wurden.

Während die US-Regierung die Authentizität der Dokumente nicht bestätigen wollte, bewerteten Experten die Daten als gewichtig und glaubwürdig.

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"Sie können einen Unfall verursachen, wenn sie jemand umbringen"

Die Dokumente beschreiben, wie Agenten in Smartphones, Laptops oder Bordcomputer von Autos einbrechen oder Fernseher in Abhörwanzen umwandeln können. "Sie können Musik abspielen oder komplett die Kontrolle über das Auto übernehmen und einen Unfall verursachen, wenn sie jemand umbringen", sagte der Sicherheitsexperte Ross Schulmer dem US-Sender CNN.

"Die in den Geräten verwendeten Programme und Betriebssysteme bieten ausreichende Möglichkeiten für einen Fernzugriff und tiefe Eingriffe in die Privatsphäre der Nutzer", sagte Tim Berghoff vom IT-Sicherheits-Spezialisten G-Data. Geheimdienste seien seit Jahren aktiv auf der Suche nach entsprechenden Sicherheitslücken.

"Das Ende der Fahnenstange" sei noch längst nicht erreicht, betonte Berghoff. "Die Ideensammlung, die in den Dokumenten aufgetaucht ist, enthält noch weitaus erschreckendere Aussichten, vom Auslesen von Zugangsdaten bis hin zum Mitschneiden von WLAN-Passwörtern."

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