POLITIK
08/03/2017 10:54 CET

Korea-Konflikt wird zu "lebensgefährlichem Test" für den US-Präsidenten

KCNA KCNA / Reuters
Korea-Konflikt wird zu "lebensgefährlichem Test" für den US-Präsidenten

  • Der Korea-Konflikt entwickelt sich zunehmend zu einer internationalen Belastungsprobe

  • Der chinesische Außenminister sieht in Nord- und Südkorea zwei Züge vor dem Frontalzusammenstoß

  • Die USA sorgen mit ihrer Antwort für eine gefährliche Eskalation, warnt die "New York Times"

Der chinesische Außenminister Wang Yi hat eine bedrohliche Warnung ausgesprochen. Er glaubt, der Konflikt in Korea stehe vor einer gewaltigen Eskalation.

Nord- und Südkorea glichen "zwei Zügen, die aufeinander zu steuerten - und keiner von ihnen wolle nachgeben“, sagte Wang am Mittwoch.

Es sei nun die Priorität Chinas, rote Warnlampen aufleuchten zu lassen und die Bremsen auf beiden Zügen zu betätigen.

Nordkorea hatte zuletzt vier ballistische Raketen in Richtung Japan abgefeuert und für internationale Entrüstung gesorgt.

China schlug nun die Aussetzung von nordkoreanischen Atom- und Raketentests vor - unter der Bedingung, dass die USA und Südkorea im Gegenzug ihre Militärmanöver einstellen.

Die Strategie, nacheinander auszusetzen, könne dabei helfen, aus dem "Sicherheitsdilemma herauszukommen“ und die beiden Seiten wieder an den Verhandlungstisch zu bringen. Dabei solle versucht werden, die Sorgen aller Parteien zu berücksichtigen.

Konflikt wird zu Stresstest für Donald Trump

Scharfe Kritik übte Wang Yi auch an der schon begonnenen Stationierung eines gegen Nordkorea gerichteten US-Raketenabwehrsystems in Südkorea. Das Überwachungs- und Frühwarnsystem gehe "weit über die koreanische Halbinsel“ hinaus, sagte Wang Yi zu den chinesischen Sorgen, dass damit auch chinesische Raketenanlagen überwacht werden können.

Der US-Präsident Donald Trump hatte in einem Gespräch mit dem japanischen Premierminister Shinzo Abe am Montag angedeutet, gegen Nordkorea "alle Optionen auf dem Tisch zu haben“.

Normalerweise sei das ein Code für die Möglichkeit eines militärischen Gegenschlags, kommentierte die "New York Times“. Die renommierte Zeitung spricht von einem "frühen und lebensgefährlichen Test für Donald Trump“.

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(ks)

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