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08/03/2017 04:14 CET | Aktualisiert 08/03/2017 07:01 CET

Diese Elektronikgeräte nutzen wir alle – und die CIA belauscht uns über sie

Dado Ruvic / Reuters
People are silhouetted as they pose with laptops in front of a screen projected with binary code and a Central Inteligence Agency (CIA) emblem, in this picture illustration taken in Zenica October 29, 2014. REUTERS/Dado Ruvic (BOSNIA AND HERZEGOVINA - Tags: BUSINESS SCIENCE TECHNOLOGY BUSINESS LOGO)

  • Wikileaks veröffentlichte Daten, die CIA-Attacken auf unsere Computer, Fernseher und Smartphones belegen sollen

  • Ein Cybersecurity-Experte hält die Unterlagen für echt

  • Gemäß WikiLeaks kommt bald mehr Erschreckendes

Ob peinliche Gesangseinlagen beim Kochen oder romantische Stunden zu zweit: Was wir im Wohnzimmer so machen, geht nur uns etwas an. Doch zum Erschrecken aller wird nun publik, dass uns vielleicht die CIA in den eigenen Wänden jahrelang ausspionierte und dazu unsere Fernsehgeräte und unsere Smartphones zweckentfremdete.

Die Enthüllungsplattform WikiLeaks publizierte jüngst tausende Dokumente, welche vom US-Geheimdienst CIA stammen sollen. Wikileaks sagt, man habe das erschütternde Material von anonymen Quellen erhalten.

Experte: Die Dokumente sind echt

Jake Williams, Gründer der Cybersecurity Rendition Infosec sagte gegenüber der Nachrichtenagentur AP, er halte die ihm vorliegenden Dokumente für echt. Liegt er richtig, dann ist klar: Die CIA kann sich in Smartphones, Rechner und sogar Autos einhacken, um uns zu belauschen und zu bespitzeln. Beliebte Samsung-Fernsehgeräte stünden gar dann als Abhöranlagen im Dienst, wenn das Gerät eigentlich ausgeschaltet ist.

Sogar WhatsApp, das selbst immer wieder mit seiner guten Verschlüsselung wirbt, war vor den Cyberspionen nicht sicher. Gemäß WikiLeaks konnte der US-Geheimdienst Nachrichten und Audiodaten aus weltweit beliebten Diensten wie WhatsApp absaugen.

Die CIA habe Malware, Viren und Trojaner eingesetzt, um Computer aber auch iPhones und Smartphones mit Android-Betriebssystem auszuspionieren. Ob bei Tag oder in der Nacht, unterwegs zur Arbeit oder bequem zuhause vor dem Kamin: Big Brother is watching us.

CIA-Attacken von Frankfurt aus

Die Späher sollen mitten unter uns sein. Laut WikiLeaks operiere eine Einheit von Frankfurt am Main aus. Mit Diplomatenpässen ausgerüstete CIA-Hacker würden vom US-Konsulat aus Spähaktionen in zahlreichen Ländern durchführen, hieß es.

Die CIA steht wieder einmal im Zentrum der weltweiten Kritik. Doch sie schweigt vorerst beharrlich. Ein Sprecher erklärte, man kommentiere angebliche Geheimdienstdokumente nicht.

Dabei könnte noch viel mehr kommen: WikiLeaks kündigte an, man habe weiteres Material, das man in der nächsten Zeit veröffentlichen wolle.

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(bp)

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