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07/03/2017 13:12 CET | Aktualisiert 07/03/2017 16:02 CET

Weil er sie "bekehren" will: Vater vergewaltigt seine lesbische 16-jährige Tochter

AntonioGuillem via Getty Images
Vater hat seine lesbische Tochter vergewaltigt

  • Ein Brite ist wegen Vergewaltigung seiner Tochter zu 21 Jahren Haft verurteilt worden

  • Als Grund für die Tat nannte er die Homosexualität seiner Tochter

  • Er wollte sie überzeugen, dass Sex mit Männer besser sei

In Großbritannien ist ein Mann verurteilt worden, weil er seine 16-Jährige Tochter vergewaltigt hat. Das Mädchen hatte dem Vater erst vor Kurzem gestanden, dass es lesbisch sei. Der Vater war mit der Homosexualität seiner Tochter nicht einverstanden. Das war dem Gericht zufolge auch der Auslöser der Tat.

Laut dem britischen Online-Portal "Pink News" hielt der Richter dem Angeklagten vor, mit “echter und unkontrollierbarer Wut reagiert zu haben”.

In der Urteilsverkündung sagte der Richter am Warwick Crown Court zu dem Angeklagten: “Sie haben beschlossen, sie zu vergewaltigen - um ihr zu zeigen, dass Sex mit Männern besser ist als mit Frauen.”

Der Vater habe seine Tochter während der Vergewaltigung immer wieder gedemütigt und sie wegen ihrer Homosexualität angegriffen, beschreibt der Richter den Tatablauf.

Es war nicht seine erste Vergewaltigung

Während der Gerichtsverhandlung wurde deutlich, dass der Vater sich auch schon jahrelang an seiner anderen Tochter vergangen hatte. Die ältere Schwester des Opfers wurde dem Gericht zufolge schon seit ihrem elften Lebensjahr vom Vater sexuell missbraucht. Die Übergriffe endeten erst mit dem Auszug der Tochter aus dem Elternhaus.

Der Vater wurde nun vom Gericht wegen der Vergewaltigung in drei Fällen und des Kindesmissbrauchs in den 1980er und 1990er Jahren zu insgesamt 21 Jahren Haft verurteilt.

Der Sprecher der Kinderschutzorganisation National Society for the Prevention of Cruelty to Children (NSPCC) lobte das mutige Verhalten der beiden Schwestern und sagte dazu: “Die Opfer in diesem schrecklichen Fall haben einen unglaublichen Mut bewiesen, damit dieser schreckliche Vergewaltiger seine gerechte Strafe bekommt.”

Außerdem sagte er: “Dieser Fall zeigt, dass Missbrauchsopfer gehört werden, egal, wie lange die Ereignisse zurückliegen oder wer der Täter ist.” Er betont dabei den Schmerz aller Missbrauchsopfer: “Sie dürfen nicht im Stillen leiden.”

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(ks/sk)

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