AfD-Chefin Petry findet ungarische Internierungslager für Flüchtlinge vorbildhaft

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FRAUKE PETRY
AfD-Chefin Petry findet ungarische Internierungslager vorbildhaft | dpa
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  • AfD-Chefin Petry hält die Internierung von Asylbewerbern in Ungarn für eine gute Lösung
  • Ungarn gehe den einzig richtigen Schritt in der aktuellen Situation

Ungarns Pläne zur Internierung von Asylbewerbern stoßen bei der AfD auf große Zustimmung. "Ungarn geht mit dieser Lösung den einzig richtigen Schritt in der aktuellen Situation", sagte Parteichefin Frauke Petry am Dienstag.

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Solange sich die europäischen Staaten nicht auf die Schaffung von "Auffanglagern" in Krisenregionen einigen könnten, müssten einzelne Länder eben in Eigenregie auf ihrem Staatsgebiet "für geordnete Verfahren sorgen". Während Ungarn handele, "zerreden und blockieren die schwarz-roten Regierungsparteien lieber praktikable Ideen", erklärte Petry. Dadurch riskierten sie die Sicherheit Deutschlands.

UN-Flüchtlingshilfswerk zutiefst besorgt über Ungarns Entscheidung

Das ungarische Parlament hatte am Dienstag für die künftige Festsetzung von Flüchtlingen in grenznahen Lagern gestimmt, bis über deren Asylverfahren entschieden wurde. Auch allein reisende Jugendliche sollen dort leben müssen.

Die Vereinten Nationen sind über die erneute Verschärfung der ungarischen Asylpolitik zutiefst besorgt. Das beschlossene Gesetz verletze internationales und europäisches Recht, teilte das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) in einer ersten Reaktion mit.

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(jg)

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