NACHRICHTEN
06/03/2017 13:00 CET | Aktualisiert 06/03/2017 13:34 CET

Nach neuen Vorwürfen wütet Trump nun gegen seine Mitarbeiter - selbst seine Familie kann ihn nicht stoppen

Getty
Donald Trump ist wütend - offensichtlich

  • US-Präsident Trump ist unzufrieden mit seinen Mitarbeitern

  • Der Grund: Sie würden Enthüllungen nicht verhindern und seien schlecht vorbereitet

  • Am vergangenen Wochenende soll Trump "so angepisst wie lange nicht mehr" gewesen sein

Die vergangene Woche war hart für US-Präsident Donald Trump. Erst sagt sein Kandidat fürs Marineministerium ab, dann macht sich die halbe Welt über seine Beraterin lustig. Vor allem setzten aber neue Enthüllungen zu Verbindungen nach Moskau Trumps Justizminister und damit auch ihn selbst unter Druck.

Zeit für Trump also, sich für ein erholsames Wochenende in sein Luxus-Anwesen in Florida zurückzuziehen. Doch statt Beine, hieß es dort Fäuste hoch. Denn wie Insider berichten, zog der 70-Jährige wütend durch sein herrschaftliches Domizil Mar-A-Lago, dem selbstbetitelten "Winter-Weißen-Haus".

Selbst Trumps Tochter Ivanka und sein Schwiegersohn und Chefberater Jared Kushner konnten den Präsidenten nicht beruhigen.

Trumps Kongress-Rede wird überschattet

Anders als in den vergangenen Wochen richtete sich diesmal der Zorn nicht gegen die Medien oder politische Gegner. Es traf die eigenen Mitarbeiter. Wie der TV-Sender CNN berichtet, ist der US-Präsident angefressen, weil sein Stab die umfassende Berichterstattung über Justizminister Jeff Sessions nicht unterbinden konnte.

Und: Die negativen Berichte überschatteten ausgerechnet seine positiv aufgenommene erste Rede im Kongress.

Sessions steht in der Kritik, weil er noch vor seiner Amtseinführung zweimal Kontakt zum russischen Botschafter in den USA hatte, dies aber in seiner Anhörung vor dem Senat explizit verneinte.

"Der Stab ist völlig orientierungslos", soll Trump laut CNN seinem Team nach den Veröffentlichungen vorgeworfen haben. Eine Quelle erklärte dem Sender: "Niemand hat ihn zuvor derart aufgebracht gesehen". Trump missfiel insbesondere der erneute Fokus auf das unliebsame Thema Russland.

"So angepisst wie lange nicht"

Am Samstag dann der nächste Aufreger: Amtsvorgänger Barack Obama soll den Trump Tower abgehört haben. Obamas Sprecher wies die Vorwürfe schnell zurück, die Anklagen seien "einfach falsch". Es scheint zwar nicht unmöglich, dass das Gebäude tatsächlich verwanzt wurde, dann hätte aber vor allem Trump ein Problem. Selbst Republikaner bezweifelten die Urheberschaft Obamas.

Seine Wut über die vermeintliche Spionage ließ er zugleich bei einem Freund, dem Generaldirektor der konservativen US-Nachrichtenseite "Newsmax", Christopher Ruddy freien Lauf - beim Golfen und beim Abend-Dinner. "Ich habe ihn seit langer Zeit noch nicht so angepisst gesehen", schrieb Ruddy später.

Pointiert und meinungsstark: Der HuffPost-WhatsApp-Newsletter

2016-07-22-1469180154-5042522-trans.png

Erfolg Obamas nagt an Trump

Insbesondere der Vergleich mit der frühen Erfolgsbilanz von Obama, als dieser Anfang 2009 inmitten einer großen Rezession Aufschwung brachte, würde an Trump nagen, sagte einer seiner Berater der "Washington Post".

Der Präsident fühle sich derweil belagert, so die Zeitung. Er glaube, dass seine Präsidentschaft von Obama-Verbündeten, Bundes-Bürokraten und Geheimdienstlern schikaniert werde.

Dementsprechend verärgert trat Trump sein Wochenende an. Aus seinem inneren Zirkel nahm er nur seine Tochter Ivanka und Kushner mit. Stabschef Reince­ Priebus und Chefstratege Steve Bannon blieben in Washington.

Vielleicht suchten sie etwas Erholung.

Jedes Kind braucht die Chance auf Bildung

Egal wo auf der Welt: Ohne Bildung haben Kinder aus armen Familien in der Regel keine Chance. Doch die ist mitunter teuer - und so vergrößert sich vielerorts das Ungleichgewicht. Dieses Problem versuchen Organisationen in aller Welt zu lösen. Wie ihr selbst aktiv werden könnt, erfahrt ihr bei unserem Kooperationspartner Betterplace..

(ks)

Sponsored by Trentino