Die Autobahnen der Zukunft: Mit einem neuen Gesetz will die Regierung das Radfahren fördern

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Enrique Díaz / 7cero via Getty Images
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  • Die Bundesregierung will sogenannte Radschnellwege mit 25 Millionen Euro in diesem Jahr fördern
  • Das soll den Straßenverkehr entlasten - und die Gesundheit fördern

In den deutschen Großstädten ist schon länger eine Revolution im Gange. Denn immer mehr Menschen steigen vom Auto aufs Rad um. Die Folge: In den Städten nimmt der Autoverkehr ab, die Zahl der Menschen, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Rad fahren, wächst.

Die Bundesregierung möchte diese Entwicklung nun mit einem neuen Gesetz unterstützen. Sie will sogenannte Radschnellwege mit Millionen Euro fördern. Das sind Straßen für Radfahrer mit einer Breite von in der Regel vier Metern, die dem Pendlerverkehr dienen sollen.

25 Millionen Euro an Förderung in diesem Jahr

Länder und Kommunen können nach dem Gesetzesentwurf bis 2030 Zuschüsse für den Bau von Rad-Highways beantragen. Für dieses Jahr stehen 25 Millionen Euro dafür zur Verfügung, ab 2022 sollen die Mittel reduziert werden.

Um die Förderung zu erhalten, müssen auf den Wegen mehr als 2000 Fahrten pro Tag stattfinden. Ob mit dem Gesetzentwurf also ein bundesweites Radschnellwege-Netz entstehen wird, lässt sich derzeit nicht sagen. Für Städte und Metropolregionen ist die Förderung allerdings interessant.

Die Bundesregierung geht davon aus, dass der Verkehr auf den Straßen bis 2030 um 18 Prozent steigen wird, beim Güterverkehr sogar um 38 Prozent. Hier sollen die Schnellradwege für Entlastung sorgen, indem Pendler statt dem Auto mit dem Rad fahren.

Wer radfährt, lebt länger

Das entlastet nicht nur den Straßenverkehr. Hinzukommt, dass die Lärmbelästigung durch Autos sowie umweltschädliche Abgase reduziert werden können.

Und noch einen Vorteil hat der Umstieg auf zwei Räder für Autofahrer: Wer radfährt, ist gesünder. Laut einer dänischen Langzeit-Studie leben Menschen länger, wenn sie drei Stunden in der Woche auf einem Rad strampeln - gegenüber Menschen, die sich nicht in ihrer Freizeit bewegen.

Wer also täglich mit dem Rad zur Arbeit fährt, erweist seiner Gesundheit einen Dienst.

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NRW plant hunderte Kilometer an Radwegen

In einigen Städten sind bereits Projekte zum Bau von Radschnellwegen im Gang. Das Bundesland Nordrhein-Westfalen arbeitet etwa daran, Ballungszentren mit hunderten Kilometern Radl-Highways zu verbinden, auch Berlin plant den Ausbau.

Manche Großstädte in Europa sind derweil schon weiter als die Städte hierzulande. In Kopenhagen nutzen inzwischen mehr Menschen das Rad als das Auto, in Paris sollen Menschen 200 Euro Kaufprämie für ein E-Bike beantragen können.

Jedes Kind braucht die Chance auf Bildung

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(ben)