"Richtige Richtung": Gewerkschaften loben Schulz' Reformpläne

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MARTIN SCHULZ
Die Gewerkschaften loben die Pläne des SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz | Florian Gaertner via Getty Images
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  • Für seine Pläne zur Überarbeitung der Agenda 2010 erntete SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz viel Kritik
  • Jetzt stellen sich die Gewerkschaften demonstrativ hinter hin

Die Gewerkschaften begrüßen den Vorstoß von SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz für ein längeres Arbeitslosengeld. "Das ist ein Schritt in die richtige Richtung", sagte Verdi-Chef Frank Bsirske der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

An diesem Montag sollen die Vorschläge im SPD-Parteivorstand beschlossen und anschließend der Öffentlichkeit offiziell vorgestellt werden. Bsirske lobte, dass der Bezug von Arbeitslosengeld I (ALG I) nach den Vorstellungen der SPD auf bis zu 48 Monate verlängert werden soll.

Er begrüßte, dass ein längerer ALG-I-Bezug dann möglich werden soll, wenn die Arbeitslosen an Weiterbildungsmaßnahmen teilnehmen.

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Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Reiner Hoffmann, sagte dem "Tagesspiegel": "Die SPD korrigiert damit einen Kardinalfehler der Agenda 2010, bei der die Arbeitslosen immer nur gefordert, aber nie ausreichend gefördert wurden."
In einer sich rasant verändernden Arbeitswelt seien die Menschen auf einen besseren Schutz angewiesen.

Auch IG-Metall-Chef Jörg Hofmann unterstützt die von SPD-Kandidaten geplante Arbeitsmarktreform: "Wir stehen angesichts der Digitalisierung vor einem gewaltigen Strukturumbruch.

Diese Herausforderung müssen wir meistern, ohne dass die Menschen unter die Räder kommen. Die Pläne der SPD für eine Reform der Arbeitsmarktpolitik sind ein Schritt in die richtige Richtung“, sagte Hofmann der "Welt".

Er fordert aber weitere Maßnahmen, um die Qualifizierung und Weiterbildung von Arbeitnehmern zu verbessern.

Mit Material der dpa

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(ks)

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