Bundesregierung antwortet auf Erdogan-Vorwurf: "Nazi-Vergleiche sind immer deplatziert"

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MERKEL ERDOGAN
Bundesregierung antwortet auf Erdogan-Vorwurf: "Nazi-Vergleiche sind immer deplatziert" | Umit Bektas / Reuters
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  • Die Bundesregierung hat auf die Nazi-Vergleiche des türkischen Präsidenten Erdogan reagaiert
  • Nazi-Vergleiche seien immer absurd und deplatziert

Die Bundesregierung hat den Nazi-Vergleich des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan kritisiert. "Gleichsetzungen der Politik des demokratischen Deutschlands mit der des Nationalsozialismus weisen wir entschieden zurück", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag.

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"Ohnehin sind NS-Vergleiche immer absurd und deplatziert, denn sie führen nur zu einem, nämlich dazu, die Menschheitsverbrechen des Nationalsozialismus zu verharmlosen. Das disqualifiziert sich von selbst."

Erdogan hatte die Absagen von Wahlkampfauftritten mit Nazi-Praktiken verglichen

Auf einer Rede in Istanbul am Sonntag verglich Erdogan die Absagen der Wahlkampfauftritte seiner Minister in Deutschland mit Praktiken aus dem Dritten Reich.

"Eure Praktiken unterscheiden sich nicht von den früheren Nazi-Praktiken", sagte er. Er habe gedacht, diese Zeit sei in Deutschland längst vorbei - "wir haben uns geirrt", fügte er hinzu.

Erdogan will in Deutschland Wahlkampf für seine Präsidialreform machen

In den vergangenen Tagen hatten mehrere Kommunen, darunter das baden-württembergische Gaggenau und Frechen bei Köln, Auftritte des türkischen Wirtschaftsministers Nihat Zeybekci in Köln und des Justizministers Bekir Bozdag untersagt.

Die AKP-Regierung will bei den in Deutschland lebenden wahlberechtigten Türken für Erdogans umstrittene Verfassungsreform werben. Die Abstimmung findet am 16. April statt.

Mit Material der dpa

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