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06/03/2017 14:15 CET | Aktualisiert 06/03/2017 18:03 CET

Blumenkohl soll in sein - Gründe dafür gibt es viele

JackF via Getty Images
Blumenkohl ist wieder im Kommen

  • Der Veggie-Hype erreicht den Blumenkohl

  • Der Karfiol gilt als gesund - dank Vitaminen und Ballaststoffen

  • Das Gemüse ist zudem vielseitig

Blumenkohl - oder Karfiol wie ihn die Österreicher nennen - ist zwar gesund, aber wirklich beliebt scheint er nicht zu sein. Doch das könnte sich nun ändern.

Denn der Veggie-Hype ist nun auch bei den weißen Röschen angekommen. Vor allem in den USA, wo es in Steakhäusern als Beilagengemüse meist nur grünen Spargel, Rosenkohl und Broccoli gibt.

Die US-Zeitung "New York Times" lobte Blumenkohl kürzlich als neues It-Gemüse, das in Lokalen von Los Angeles über New Orleans bis Paris, Wien und Tel Aviv angesagt sei. Ein Vorteil vom "cauliflower" sei, dass er sich gebacken ähnlich wie Fleisch verhalte: außen Kruste, innen zart.

Vielleicht ist es auch die Vielfältigkeit des Gemüses: Denn Blumenkohl kann man ebenso kurz bissfest kochen und ihn verschieden anrichten - als Suppe, Salat, im Curry oder Risotto.

Blumenkohl auch auf deutsche Speisekarten

Und so entdecken nicht nur Köche in Übersee den Blumenkohl für sich. Auch in Deutschland scheint er seinen Ruf als Oma-Gemüse zu verlieren und steht jetzt häufiger als Spezialität auf Speisekarten.

"Gerösteter Blumenkohl mit Har Bracha Tahina und geriebenen Tomaten" heißt es zum Beispiel in Hamburg auf der Karte des Restaurants "Neni" in der Hafen-City. Das Haus gehört zu der Lokal-Kette von Haya Molcho, deren Ursprung in Wien am Naschmarkt liegt und Filialen auch in Berlin, Zürich und Tel Aviv hat. Es ist also davon auszugehen, dass man sich zwischen den Niederlassungen über die neuesten Trends gerade im Veggi-Bereich austauscht.

So gesund ist Blumenkohl

Der Blumenkohl hätte einen Hype auf alle Fälle verdient: Mit 200 Gramm der Röschen nimmt man die 30 Gramm Ballaststoffe zu sich, die die Gesellschaft für Ernährung täglich jedem Erwachsenen empfiehlt. Zudem ist der Blumenkohl zum Beispiel den Erben in Sachen Energiegehalt überlegen.

Auch in Sachen Vitaminen soll er den Informationsseiten zufolge einiges in sich haben - auch wenn andere Kohlarten hier eine bessere Wahl wären.

Dafür gilt Blumenkohl als leicht bekömmlich. Bereits Kleinkindern können das gesunde Gemüse deshalb als Püree essen.

So vielseitig ist das Gemüse

Dabei muss es nicht immer weiß sein. Denn es gibt nicht nur die bei uns so bekannte weiße Sorte, wie das Ernährungsmagazin "Eatsmarter" schreibt. In Italien oder den Benelux-Staaten gibt es das Gemüse in Grün. Eine besondere Variante gibt es auch hierzulande ab und an im Supermarkt: Der Romanesco ist nicht wirklich rund, sondern formt mit seinen Röschen kleine Spitzen.

cauliflower

In Südeuropa gibt es zudem violetten Blumenkohl. Dabei gilt: Je intensiver die Farbe, umso stärker der Geschmack.

Tipps zum Kochen und Aufbewahren

Wer sich nun immer noch davor scheut, dem Blumenkohl eine Chance zu geben, der hat vielleicht den leicht kohligen bis muffigen Geruch des Gemüses in der Nase. Aber der muss nicht sein. Beim Kochen des Gemüses soll man einen Spritzer Zitrone ins Wasser geben, empfiehlt das Magazin.

Zudem verarbeitet man den Blumenkohl am besten frisch und bewahrt ihn nur ein bis zwei Tage im Kühlschrank auf. Für eine längere Lagerung sollte man die Röschen kurz blanchieren und mit kalten Wasser abschrecken. Danach einfach einfrieren.

Mit dpa-Material.

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