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06/03/2017 10:22 CET | Aktualisiert 06/03/2017 10:23 CET

1,7 Millionen tote Kinder: Erschreckende WHO-Studie zeigt, wie gefährlich Umweltdreck ist

Darren Whiteside / Reuters
1,7 Millionen Kinder sterben an den Folgen von Umweltverschmutzung und fehlender Hygiene

  • 1,7 Millionen Kinder sterben an den Folgen von Umweltproblemen und fehlender Hygiene - jedes Jahr

  • Die WHO sagt, was sich ändern muss

Umweltdreck und unhygienische Verhältnisse können für Kinder tödlich sein. So sterben nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) jedes Jahr 1,7 Millionen Kinder unter fünf Jahren daran.

Das sei etwa jeder vierte Todesfall in diesem Alter, wie die WHO in Genf berichtete. Die meisten Kinder sterben in Entwicklungsländern.

Die Gründe für die gefährlichen Krankheiten

Die tödlichen Gefahren begegnen dabei Kindern überall: zum Beispiel Passivrauchen, Einatmen von Rauch beim Kochen auf Feuerstellen, Luftverschmutzung, verseuchtes Wasser und fehlende Toiletten.

Kinder erkranken dadurch oft an Durchfall, Malaria und Lungenentzündung, was bei den Kleinen schnell lebensgefährlich ist. "Ihre noch wachsenden Organe, ihr Immunsystem, ihre kleinen Körper und Luftröhren - das alles macht die Kinder besonders anfällig für schmutzige Luft und dreckiges Wasser", sagte WHO-Generaldirektorin Margaret Chan.

Die fünf bedeutendsten Todesursachen für kleine Kinder sind Infektionen der Atemwege, Durchfall, Komplikationen im ersten Lebensmonat durch schlechte Gesundheitsversorgung der schwangeren Mutter, Malaria und Unfälle wie Vergiftung, Ertrinken und Stürze.

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WHO: Das müsste sich ändern

Die WHO sieht großen Handlungsbedarf: Familien in armen Ländern brauchen eine Möglichkeit zum Kochen und Heizen ohne Rauch. Schulen benötigen gute Toiletten und Gesundheitsstationen sauberes Wasser sowie zuverlässigen Strom.

Städte benötigen mehr Grünflächen und sichere Radwege, der öffentliche Verkehr sollte weniger Emissionen produzieren und die Industrie müsse den Einsatz von Chemikalien zurückfahren und giftige Abfälle besser entsorgen.

Kindern helfen

Seit Jahren schon warnen Experten, dass allein in Deutschland jedes fünfte Kind in Armut lebt. Viel schwieriger noch die Situation von Kindern in Südeuropa, Afrika oder Südasien. Wie ihr selbst aktiv werden könnt, erfahrt ihr bei unserem Kooperationspartner Betterplace.

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