Sonntagstrend: Union überholt SPD wieder

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ANGELA MERKEL
Sonnatsgstrend: Union überholt SPD wieder | Zoubeir Souissi / Reuters
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  • Die Union überholt die SPD im Sonntagstrend wieder
  • Die AfD gewinnt im Vergleich zur Vorwoche, die FDP verliert
  • Grüne und Linke halten ihre Ergebnisse

Es bleibt ein Kopf-an-Kopf-Rennen der zwei großen Parteien: Im aktuellen Sonntagstrend, den das Meinungsforschungsinstitut Emnid für die "Bild am Sonntag" ermittelt, hat die Union die SPD in der Wählergunst wieder überholt und liegt nun einen Zähler vor den Sozialdemokraten.

Die SPD kommt wie in der Vorwoche auf 32 Prozent, die Union legt einen Prozentpunkt zu und erreicht die 33 Prozent.

Die AfD bleibt mit zehn Prozent die drittstärkste Partei und kann sogar einen Punkt im Vergleich zur Vorwoche zulegen. Linke (acht Prozent) und Grüne (sieben Prozent) halten ihr Ergebnis seit Wochen konstant.

Die FDP hingegen verliert wieder einen Zähler und kommt in dieser Woche auf sechs Prozent.

SPD mit 10.000 neuen Mitgliedern

In der vergangenen Woche hatte die SPD zum ersten Mal seit Bekanntwerden von Martin Schulz Kanzlerkandidatur im Sonntagstrend verloren. Vor zwei Wochen erreichten die Sozialdemokraten noch 33 Prozent. Der Erfolg der SPD unter Schulz ist dennoch enorm.

Die Partei kann seitdem 10.000 neue Mitglieder verzeichnen und ist deutlich aus dem Umfragetief herausgekommen.

Trotz der gesunkenen Werte kann sich Schulz realistische Hoffnungen auf einen Einzug ins Kanzleramt machen. Die große Mehrheit der Deutschen scheint seine politischen Positionen zu unterstützen.

Länger Hartz IV für Arbeitslose

65 Prozent halten es für richtig, wenn Arbeitslose - wie von Schulz bei einer SPD-Konferenz vorgeschlagen - länger Arbeitslosengeld I bekommen, damit sie nicht in Hartz IV rutschen; dagegen sind 29 Prozent.

In einer "Focus"-Umfrage sind sogar 75 Prozent dafür und nur zwölf Prozent dagegen. Rund 67 Prozent finden es auch richtig, dass zeitlich befristete Arbeitsverträge nur noch bei sachlichen Gründen möglich sein sollen, wie Infratest dimap für die ARD ermittelte.

Jeder Vierte (25 Prozent) ist anderer Meinung. Mit den Hartz-IV-Reformen hatte der damalige SPD-Kanzler Gerhard Schröder den Arbeitsmarkt modernisiert.

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(lk)

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