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Mit dieser Grafik zeigt Bill Gates, dass die Welt viel besser ist, als wir glauben

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Nachrichten über Terroranschläge, Krankheiten, den Klimawandel, immer mehr Obdachlose in Großstädten: Leicht kann man den Eindruck gewinnen, dass früher alles besser war.

Dass das eine Fehleinschätzung ist, zeigte nun US-Unternehmer Bill Gates, der bei Twitter eine beeindruckende Grafik teilte. Sie beruht auf einer Zusammenstellung von Daten des Ökonomen Max Roser, der an der Universität von Oxford lehrt.

Sie zeigen: Die Welt wird nicht schlimmer, sondern deutlich besser.

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Die Welt wird gerechter

So lebten 2015 nur noch knapp unter zehn Prozent der Menschen in extremer Armut, im Jahre 1820 lag der Wert noch bei über 90 Prozent. Seit 1990 ist der Anteil der Menschen in Armut noch einmal um 27 Prozentpunkte gesunken. Das geht aus Zahlen der Weltbank hervor.

Auch der Anteil der Analphabeten geht deutlich zurück, Bildung wird für immer mehr Menschen zugänglich. Mitte der 60er-Jahre gab es so zum ersten Mal mehr Menschen, die Lesen konnten, als Analphabeten. Im Jahr 2014 waren gar nur noch 15 Prozent der Menschen laut OECD und UNESCO des Lesens und Schreibens nicht mächtig.

Und die Bildung der Menschen wird sich laut Prognosen des Wittgenstein Centre for Demography and Global Human Capital weiter verbessern. Im Jahre 2100 soll es so kaum mehr Menschen ohne eine Schulbildung geben – ein großer Teil der Weltbevölkerung könnte dagegen weiterführende Qualifikationen erlangt haben.

Gerade diese Zahlen geben Hoffnung auf eine bessere Zukunft: Denn Bildung ist kein Selbstzweck, sondern sorgt in letzter Konsequenz auch dafür, dass sich das Zusammenleben der Menschen und ihre Gesundheit verbessern wird.

Die Welt wird demokratischer

Nur noch etwa vier Prozent der Menschen starben 2015 während ihrer ersten fünf Lebensjahre. Die Kindersterblichkeit hat seit Beginn des 20. Jahrhunderts, als noch etwa jeder dritte Mensch auf der Welt so früh verstarb, massiv abgenommen. Grund dafür sind Impfungen, höhere Hygienestandards und der Zugang zu lebenswichtigen Medikamenten.

Auch politisch lassen sich Verbesserungen beobachten. 2015 lebten 56 Prozent der Menschen in Demokratien, immerhin der zweithöchste Wert der Geschichte. Noch im Jahre 1980 lebte nur etwa jeder dritte Mensch auf der Welt in einem Land mit einem demokratischen System.

Seit Anfang des 21. Jahrhunderts verringerte sich auch der Anteil der Menschen, die unter Autokraten lebten, deutlich. Lebten 2000 noch 30 Prozent der Menschen in autoritären Staaten, waren es 2015 nur noch 23 Prozent.

Jedes Kind braucht die Chance auf Bildung

Egal wo auf der Welt: Ohne Bildung haben Kinder aus armen Familien in der Regel keine Chance. Doch die ist mitunter teuer - und so vergrößert sich vielerorts das Ungleichgewicht. Dieses Problem versuchen Organisationen in aller Welt zu lösen. Wie ihr selbst aktiv werden könnt, erfahrt ihr bei unserem Kooperationspartner Betterplace..


(ks)