Trump erhebt schwere Vorwürfe gegen Obama: "Er hat mein Telefon angezapft"

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TRUMP OBAMA
Donald Trump und Barack Obama | Carlos Barria / Reuters
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  • Donald Trump behauptet, von Obama abgehört worden zu sein
  • Im Wahlkampf habe der sein Telefon abgehört, schrieb Trump bei Twitter

Donald Trump hat auf Twitter schwere Vorwürfe gegen seinen Vorgänger Barack Obama erhoben.

In einer Reihe von Tweets machte er seinem Ärger Luft, dass Obama ihn während des Wahlkampfes bespitzelt habe. "Schrecklich! Ich habe gerade erfahren, dass Obama kurz vor meinem Wahlsieg meine Telefone überwachen ließ. Er fand aber nichts. Das ist wie bei McCarthy."

Weiter schrieb er: "Ist es legal für einen Präsidenten während es Wahlkampfes Telefone abzuhören? Gerichte haben das abgelehnt. Ein neuer Tiefpunkt!"

Und im nächsten Tweet schreibt er: "ich wette, dass ein guter Anwalt einen großartigen Fall aus der Tatsache machen könnte, dass Obama im Oktober kurz vor dem Wahltag meine Telefone abgehört hat!"

Damit endete der Wutausbruch aber noch nicht: "Wie tief ist Obama gesunken, dass er mein Telefon während der Wahl abhören lies. Das ist Nixon/Watergate. Böser (oder kranker) Typ!"

Trumps Vorwurf basiert wohl auf Breitbart-Artikel

Auf welche Quellen sich Donald Trump bei der brisanten Behauptung beruft, ist nicht vollkommen klar. Die Vorwürfe basieren aber offenbar auf einem Artikel der rechten Nachrichtenseite "Breitbart", der am Freitag veröffentlicht wurde.

Die wiederum zitiert den Radioshow-Host Mark Levin, der am Donnerstag gefordert hatte, Obamas Bemühungen Donald Trump klein zu halten, untersuchen zu lassen. "Breitbart" machte während des Wahlkampfs entschieden Werbung für Donald Trump, gilt als Sprachrohr der Neuen Rechten. Trumps Chefstratege Steve Bannon war Chefredakteur der Seite.

Trumps Wut-Tirade ist offenbar eine Antwort auf die schweren Vorwürfe der Demokraten, Trump und seine Regierung hätten in Vergangenheit illegitime Verbindungen nach Moskau gepflegt.

Trump schrieb bei Twitter als Reaktion auf die Kritik an seinem Justizminister Jeff Sessions: "Gerade herausgekommen: Den selben russischen Botschafter, den Jeff Sessions getroffen hat, hat Barack im Weißen Haus 22 mal und allein im letzten Jahr vier Mal getroffen."

Hintergrund sind Sessions Gespräche mit dem russischen Botschafter in den USA, Sergej Kisljak, im vergangenen Jahr, als er noch Senator und Wahlkampfhelfer für den jetzigen US-Präsidenten Donald Trump war. Diese hatte Sessions bei einer ersten Anhörung im Senat, nach der er als Justizminister bestätigt wurde, nicht erwähnt. Das FBI ermittelt, ob Moskau zugunsten Trumps Einfluss auf die US-Wahl genommen hat.

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