POLITIK
04/03/2017 11:58 CET | Aktualisiert 04/03/2017 12:50 CET

Nach Auftrittsverbot in Deutschland: Türkischer Justizminister rastet völlig aus

Mehrere deutsche Städte haben die Auftritte türkischer Minister untersagt. Sie wollten Werbung für das umstrittene Verfassungsreferendum des türkischen Präsidenten Erdogan machen.

In der Türkei haben die Auftrittsverbote einen Sturm der Entrüstung ausgelöst (siehe auch Video oben).

Besonders drastische Worte hat nun der türkische Justizminister Bekir Bozdag gefunden. Er wirft Deutschland vor, die Menschenrechte "mit Füßen zu treten". Zugleich bezeichnete Bozdag am Samstag die Absage seines Auftritts am Donnerstag im baden-württembergischen Gaggenau erneut als "faschistisches Vorgehen".

Auftritt auch in den Niederlanden abgesagt

Er sagte wörtlich:

"Das Vorgehen gegen uns ist ein faschistisches Vorgehen und eines, das demokratische Werte verletzt. Es tritt die deutsche Verfassung und die Menschenrechtsverträge, an die Deutschland gebunden ist, mit Füßen." Bozdag trat in der zentralanatolischen Stadt Yozgat auf.

Auch die Niederlande sagten einen Wahlkampfauftritt des türkischen Außenminister Mevlut Cavusoglu ab.

Hintergrund zum Streit um die Auftrittsverbote türkischer Politiker in Deutschland:

Pointiert und meinungsstark: Der HuffPost-WhatsApp-Newsletter

2016-07-22-1469180154-5042522-trans.png

Sponsored by Trentino